Oststaaten wehren sich gegen Merkels "Diktatur"

Der slowakische Regierungschef Robert Fico ist über Merkels Plänen alles andere als erfreut. Foto: State Chancellery of Latvia / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Der slowakische Regierungschef Robert Fico ist über Merkels Plänen alles andere als erfreut.
Foto: State Chancellery of Latvia / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
16. Februar 2016 - 9:42

Heftige Kritik an der Politik Deutschlands kommt jetzt vom slowakischen Regierungschef Robert Fico.

Insbesondere äußerte sich Fico im Nachrichtensender TA3 zur Asyl-Willkommenskultur der deutschen Kanzlerin, die sich dafür einsetzt, dass auch andere EU-Staaten in die Pflicht genommen werden sollen. Die Aussage Ficos kam vor einem Treffen zwischen ost- und mitteleuropäischer Länder.

„Die Vorstellung ist einfach: Ich lade mir Gäste ein und wenn ich merke, dass sie mich überfordern, klopfe ich an die Tür des Nachbarn und sage ihm: Kümmere dich um meine Gäste.“

Er ging sogar noch weiter und hielt der deutschen Politikführung vor, ein „Diktat“ gegenüber allen auszuüben, welche ihre Ansichten in Sachen Flüchtlingspolitik nicht teilen.

Frankreich und Visegrad-Staaten gegen Merkel

Die Visegrad-Staaten Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen wollen gemeinsam mit Bulgarien und Mazedonien über die Sicherung der EU-Außengrenzen beraten. Aber auch Frankreich rückt langsam vom „Merkel-Kurs“ ab. Der französische Innenminister Manuel Valls betonte, dass Frankreich nicht mehr als 30.000 Flüchtlinge aufnehmen werde. Diese Obergrenze wäre sogar noch unter der österreichischen Aufnahmegrenze.

Merkel für Verteilung auf alle EU-Staaten

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hingegen spricht sich für eine Zusammenarbeit mit der Türkei aus. Flüchtlinge sollen von dort auf die EU-Länder verteilt werden, dafür soll die Türkei die Außengrenzen sichern. Diesem Plan vertrauen die Visegrad-Länder allerdings nicht und wollen eine „undurchdringbare“ EU-Außengrenze an der griechisch-mazedonischen Grenze.

Für den dieswöchigen EU-Gipfel heißt der Widerstand der Visegrad-Staaten, wie auch jener von Frankreich, wohl nichts Gutes für die Pläne Merkels.

wandere aus, solange es noch geht

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Kommentare

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hat volkommen recht. Merkel ist der Sargnagel für Europa. Man hat den Eindruck dass sie und die gesmten Eu-Kapazunder ferngesteuert sind. Und Österreich ist wieder einmal der Fussabstreifer von Juncker und Co. Hat die EU keine gescheiteren Idioten ?? ...die wollen nicht kapieren, dass Europa eine leicht einnehmbare Festung ist. Von wegen Festung - die Chinesische Mauer ist ein Bollwerk gegenüber Europa. Vielleicht sollte man den Chinesen die Führung und Verteidigung Europas überlassen. Auf Grund ihrer Intelligenz und Durchschlagskraft wären einige Maturanten fähiger dazu als die jetzigen Hampelmänner....

Exodus

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Seine Krawatte spricht Bände...am Besten also Austritt aus der EU und Wiedereinführung der Monarchie als Gegenpol dazu...irgendwie beginnt mir der Gedanke zu gefallen!

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Der Austritt aus der EU und Wiederauferstehen der Monarchie (gemeinsam mit Österreich -Ungarn-Slowenien - Tschechien) hatte ich vor längerer Zeit schon mal geäussert....holla die waldfee...Aber das wärs doch ,eine neutrale Pufferzone. Aber - bevor das geschiet werden EU/NATOtruppen marschieren. Das könnten die USA gar nicht vertragen.