E-Control: Häupl-Mann kontrolliert zukünftig die Wien-Energie

Bürgermeister Häupls langer Arm griff auch auf die E-Control zu.  Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Bürgermeister Häupls langer Arm griff auch auf die E-Control zu.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Die Pensionen aus dem geschützten Bereich der Stadt Wien werden offensichtlich zum politischen Dauerbrenner. Der bisherige E-Controll-Vorstand Martin Graf wurde überraschend durch den Wiener Energiebeauftragten Andreas Eigenbauer abgelöst. Diese Überaschungs-Bestellung der Führungsetage der E-Control-Behörde wurde durch Pensionsaltlasten der Wien Energie ganz direkt beeinflusst.

Der Sozialdemokrat Graf musste nämlich dem Sozialdemokraten Eigenbauer weichen, weil Graf offensichtlich nicht damit einverstanden war, dass Wien-Energiekunden über Netzentgelte die Pensions-Altlasten der Stadt Wien in diesem Bereich querfinanziert. Dies brachte Bürgermeister Michael Häupl inklusive der Wiener SPÖ auf den Plan und führt zu heftigen Interventionen bei dem für die E-Control zuständigen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Ex-Sozialminister Hundstorfer auch in dieser Pensionscausa mittendrin

Mittendrin in dieser parteipolitischen Postenbesetzung war wieder einmal Ex-Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ). Hundstorfer war als Konsumentenschutzminister von Seiten der SPÖ-Regierungsfraktion für den roten E-Control-Vorstand quasi zuständig. In dieser Funktion hielt der Wiener Sozialdemokrat Hundstorfer lange Zeit am Parteigenossen Graf fest, bis die Interventionen aus dem Wiener Rathaus offensichtlich zu heftig wurden. Graf wurde von Hundstorfer offensichtlich fallen gelassen, und der Weg war frei für den Häupl-Mann Eigenbauer. Zukünftig lassen sich Häupl und Co. in Sachen Energiepreise also von einem eigenen Mann in der E-Controll überwachen.

Mit dieser Entscheidung betätigte sich der nunmehrige SPÖ-Präsidentschaftskandidat Hundstorfer ein weiteres Mal in Sachen Altlastensanierung der Wiener Pensionsprobleme. Bereits seit Wochen stehen Hundstorfer und sein Nachfolger Alois Stöger in Sachen Überleitung von teuren Bank Austria-Betriebspensionen in die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) im Zentrum der innenpolitischen Kritik. Zuletzt beschäftigte sich sogar eine Dringliche Anfrage im Bundesrat mit dieser Causa. Wegen eines parteipolitischen Schweigegelübtes blieb Stöger allerdings jede Antwort schuldig. 

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