UN: Türkei verletzt mit Artilleriebeschuss Syriens internationales Recht

Die Ermahnung durch den Weltsicherheitsrat wird den Türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht sonderlich beeindrucken Foto: United Nations Photo / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Die Ermahnung durch den Weltsicherheitsrat wird den Türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht sonderlich beeindrucken
Foto: United Nations Photo / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
17. Februar 2016 - 18:54

Seit Tagen steht die in der syrischen Grenzregion gelegene Provinz Aleppo unter schwerem Artilleriefeuer des türkischen Militärs. Ziel der Türkei ist es, kurdische und syrische Einheiten daran zu hindern, einen Korridor zwischen der Türkei und Gebieten, die noch von Dschihadisten gehalten werden, zu schließen. Diese Verbindung ist der Türkei deshalb so wichtig, da sie als praktisch letzte Versorgungsroute für die Terrorgruppen dient. Über diesen Weg gewährleistet die Türkei steten Nachschub an Waffen, Munition und Kämpfern.

UN-Weltsicherheitsrat tritt zusammen

Angesichts des anhaltenden Beschusses syrischen Territoriums befasste sich am Dienstag aufgrund einer von Russland geforderten Sitzung der UN-Weltsicherheitsrat mit dieser Causa. Bezugnehmend auf einen Brief der syrischen Regierung, in dem Damaskus den Beschuss seines nördlichen Territoriums verurteilte, äußerte das UN-Gremium seine Besorgnis über diese Grenzverletzungen. Als Ergebnis der Beratungen forderte der Sicherheitsrat die Türkei auf, internationales Recht zu achten.

Zudem wiederholte der Sicherheitsrat sein Bekenntnis zum Münchner Abkommen und forderte alle beteiligten Parteien auf, den Waffenstillstand einzuhalten, um in ganz Syrien humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.