Tabuthema Islamkritik: Für das Tragen einer Schweinchenmütze verhaftet

Herber Rückschlag für die freie Meinungsäußerung; wird das Tragen von Schweinchenmützen demnächst verboten? Foto: Omroep PowNed /YouTube (Screenshot)
Herber Rückschlag für die freie Meinungsäußerung; wird das Tragen von Schweinchenmützen demnächst verboten?
Foto: Omroep PowNed /YouTube (Screenshot)
21. Februar 2016 - 21:06

Der Anführer der Pegida-Bewegung in den Niederlanden, Edwin Wagensveld, wurde verhaftet, weil er eine Mütze in Form eines Schweinekopfs trug. Diese auffällige Mütze wird in der Regel von Kindern getragen und ist so ziemlich überall erhältlich. Die niederländische Polizei interpretierte das Kleidungsstück als offene Provokation Wagensvelds gegenüber dem Islam. Ganz falsch liegt sie damit auch nicht. Schließlich ist Wagensveld so gekleidet zu seiner Protestkundgebung in der Stadt Ede anlässlich der geplanten Ankunft von ca. 1.400 Asylanten erschienen.

Dass das Tragen solcher Mützen, gerade als Ausdruck von symbolischer Kritik, unter die Meinungsfreiheit fällt, scheint diesen Polizisten entweder nicht klar oder egal gewesen zu sein. Hat Wagensveld hier die Grenze des Zulässigen tatsächlich überschritten?

Schweinekopf-Mütze als Ausdruck der freien Meinung

Als die Polizei ihn zunächst aufforderte, die Mütze abzunehmen, antwortete Wagensveld, dass es doch nur ein Kinderhut sei. „Da ist kein Text; es ist nicht offensiv“, so der Islamkritiker. Er wurde von der Polizei abgeführt und auf der nächsten Dienststelle inhaftiert. Kurze Zeit später besuchte ihn dort der leitende Oberstaatsanwalt der Region und stellte ein paar kurze Fragen. Daraufhin wurde Wagensveld wieder freigelassen. Den Tatbestand der Beleidigung erfüllt er jedenfalls mit der Schweinchenmütze nicht.

Die Kundgebung, zu der ein paar dundert Unterstützer kamen, verlief ansonsten vollkommen friedlich.

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