Weil er westliche Musik hörte – ISIS-Henker köpft 15-Jährigen

Ayham Hussein hörte gerne westliche Musik und musste dafür jetzt mit seinem Leben bezahlen. Foto: ARA News
Ayham Hussein hörte gerne westliche Musik und musste dafür jetzt mit seinem Leben bezahlen.
Foto: ARA News
22. Februar 2016 - 12:00

Ayham Hussein hilft im Lebensmittelgeschäft seines Vaters aus. Er ist 15 Jahre alt. Er hört gerne westliche Musik bei der Arbeit. Seine Vorliebe ist ihm nun zum Verhängnis geworden. Dschihadisten hatten Ayham dabei erwischt, wie er diese "falsche Musik" hört und ihn beim zuständigen Scharia-Gericht angeklagt. In der irakischen Stadt Mossul wurde das erschreckende Urteil gesprochen: Todesstrafe. Die Begründung ist sogar noch unverständlicher. Im selbsternannten Gottesstaat ist nämlich jegliche Musik mit Instrumenten verboten. Einzig allein reine Gesänge - der sogenannte „Anashid“ - sind noch erlaubt.

Ayham (15) wurde vor lauter Schaulustigen enthauptet

Der kleine Ayham wurde am vergangenen Dienstag auf einen öffentlichen Platz geführt. Er sollte sich hinknien. Seine Augen waren verbunden und seine Hände mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Mit gebeugtem Oberkörper und nacktem Hals wartete er so auf den lebensbeendenden Schlag mit dem Säbel. Noch am gleichen Abend wurde der Körper Ayhams seiner Familie übergeben, berichtet auch ARA News, die ein Foto der grausamen Hinrichtungen veröffentlichten. Zwar ist die Empörung über das Urteil und die Vollstreckung in Medien und Politik wieder einmal groß. Dem kleinen Bub hilft das jetzt nicht mehr.

Wie der IS die Menschenwürde mit Füßen tritt

Archaische Strafen stehen im IS auf der Tagesordnung. Im Internet kursieren Bilder von einem Mann, dem die Hand abgehackt wurde, weil er gestohlen hat. Ende November verbreitete sich die grausame Methode, homosexuelle Iraker gefesselt und mit verbundenen Augen von hohen Gebäuden zu stoßen und sie anschließend zu steinigen. Zur Abschreckung ließen die barbarischen IS-Schlächter die blutüberströmten Körper auf der Straße liegen. Im Januar berichtete unzensuriert.at von einem 20-jährigen Dschihadisten, der seine eigene Mutter hinrichten sollte und es schlussendlich auch tat.

Mossul ist seit fast zwei Jahren in der Hand des Islamischen Staats. Wöchentlich veröffentlicht dessen Propagandaabteilung Videos aus Mossul, die die zahlreichen Hinrichtungsmethoden zeigen. Die Scharia-Gerichte scheinen in ihrer eigenen kranken Welt zu leben, fernab von jeder Menschlichkeit.

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