Wegen „Anfeindungen“: Asylhalle sperrt zu

Weil die Familie des Vermieters des Schwarzl-Freizeitzentrums angefeindet wurde, soll das dortige Asylnotquartier nun doch geschlossen werden. Foto: z.V.g.
Weil die Familie des Vermieters des Schwarzl-Freizeitzentrums angefeindet wurde, soll das dortige Asylnotquartier nun doch geschlossen werden.
Foto: z.V.g.
24. Februar 2016 - 13:30

Unzensuriert.at berichtete am 15. Februar exklusiv, dass das Asylwerber-Notquartier im Schwarzl-Freizeitzentrum (es liegt nahe Graz in Unterpremstätten), doch nicht mit 31. März dieses Jahres geschlossen werden könnte. Wie dem Medium zugetragen wurde, hätte der zuständige Pächter Klaus Leutgeb mit dem Bund verhandelt, damit das Großquartier für Flüchtlinge drei weitere Jahre bestehen bleibe. Leutgeb wurde mehrere Tage zuvor um Stellungnahme ersucht, antwortete aber nicht.

Leutgeb zog die Notbremse

Der Artikel dürfte Leutgeb unter Zugzwang gebracht haben. Obwohl er für Donnerstag eine Pressekonferenz ankündigte, sah er sich Tage zuvor am Dienstag, den 16. Februar – und somit einen Tag nach Veröffentlichung des Artikels auf Unzensuriert.at - gezwungen, „aufgrund des öffentlichen Drucks“ verbindlich und unwiderruflich bekanntzugeben, dass mit 31. März das Not- und Winterquartier für Flüchtlinge geschlossen werde.

Nun könnte man davon ausgehen, dass die Gerüchte, die Unzensuriert.at zugetragen wurden, falsch gewesen wären. Allerdings muss man sich da einen aktuellen Bericht in der Kronen Zeitung auf der Zunge zergehen lassen. Reinhard Hundsmüller, der Bundessekretär des Samariterbundes ließ durchklingen, dass Leutgeb den Vertrag für das Asylgroßquartier deswegen auslaufen ließ, „weil seine Familie im Ort offen angefeindet wird“. Was ist da der Umkehrschluss? Nun, die Anrainer und sicher auch die Angestellten des vorortigen Billa-Supermarktes - eine Mitarbeiterin soll von Asylwerbern attackiert worden sein - dürften aufatmen.

 

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