Teurer als für Heteros: "Wiener Linien"-Erlebnistickets für Schwule, Lesben und Bisexuelle

Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender werden mit einem vergünstigten Pass der Wiener Linien geködert, der sich manchmal jedoch sogar als teurer herausstellt als das Wien-Ticket für heterosexuelle Touristen.. Foto: My Train Pix / flickr (CC BY-SA 2.0)
Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender werden mit einem vergünstigten Pass der Wiener Linien geködert, der sich manchmal jedoch sogar als teurer herausstellt als das Wien-Ticket für heterosexuelle Touristen..
Foto: My Train Pix / flickr (CC BY-SA 2.0)
28. Februar 2016 - 15:51

Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender wird unter www.queercitypass.com ein Wien-Besuch mit vergünstigten Lokal- und Museumsbesuchen schmackhaft gemacht. Wer ein Ticket kauft, hat auch "freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln". Das stößt dem Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, Bernhard Rösch, sauer auf. Er hat das eigenartige Angebot entdeckt und würde sich ähnliche Kreativität bei Angeboten für Arbeitnehmer wünschen - inbesondere für solche, die die Öffis nicht täglich in Anspruch nehmen.

Rösch zeigt sich verwundert, dass die Wiener Linien Ticketpreise in Zusammenhang mit sexuellem Outing stellen. Und dass auf der Homepage des Queer-City-Passes Wien als historische Schwulenstadt angepriesen wird. Dort steht:

Schon seit Jahrhunderten spielen Homosexuelle eine prominente Rolle in der Geschichte Wiens. Der wahrscheinlich Berühmteste in der österreichischen Geschichte war Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736).

Schwule Ampelpärchen prägten Image

Die rot-grüne Wiener Stadtregierung hat in den vergangenen Jahren ja alles getan, um Wien dieses Image zu geben. Bis hin zu den schwulen und lesbischen Ampelpärchen war Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) nichts zu blöd, um die Stadt "weltofffen" zu präsentieren. Der "QUEER CityPass Wien", der nun im Onlineshop der Wiener Linien angeboten wird, ist eine Folge davon. Dieses "Erlebnisticket" wird speziell für "LGBT-Touristen und bunte Wienbesucher" angeboten. Die Abkürzung LGBT steht für "Lesbian, Gay, Bisexueal und Transgender". Was die Wiener Linien unter "bunten Wienbesuchern" verstehen, bleibt offen.

Queer-City-Pass bei Service-Hotline unbekannt

Aber handelt es sich bei diesem Queer-City-Pass nicht um ein Schmähticket? Unzensuriert.at wandte sich an die Service-Hotline der Wiener Linien. Der freundliche Herr, der Auskunft gab, kannte diesen Pass gar nicht. Er kenne lediglich den "Vienna City Pass", der für 24 Stunden 14,90 Euro und für 72 Stunden 20,90 Euro kosten würde. Inkludiert seien vergünstigte Eintritte bei Museen und Sehenswürdigkeiten und die freie Fahrt auf öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Preise sorgen für Verwunderung

Abgesehen davon, dass der Angestellte der Wiener Linien nicht einmal das Angebot kennt, das im Onlineshop des Unternehmens angeboten wird, sorgt der Vergleich mit dem Queer-City-Pass für Erstaunen. Denn für diesen zahlen die Kunden laut Internet-Angaben ebenfalls 14,90 Euro für 24 Stunden,. Preisgleich ist auch die Wochenkarte mit jeweils 26,90 Euro. Unterschiede gibt es jedoch bei den Ticjets für 48 und 72 Stunden. Hier müssen die LGBT-Personen einen Euro mehr hinlegen als die Heteros.

Werden die Schwulen also von den Wiener Linien gar abgezockt oder ist das Angebot eines Queer-City-Passes größer ist als jenes eines Vienna-City-Passes? Um das zu erfahren, versuchte die Redaktion von Unzensuriert mit den Queer-City-Pass-Verantwortlichen Kontakt aufzunehmen. Doch unter der auf der Homepage angegebenen deutschen Rufnummer meldete sich keiner.

Angabe der sexuellen Orientierung nicht erforderlich

Für Kunden der Wiener Linien bleibt jedenfalls alles sehr unübersichtlich und es stellt sich die Frage, wie der Verkauf eines Queer-City-Passes im Internet über die Bühne gehen soll. Die Angabe der sexuellen Orientierung ist da nicht erforderlich. Kann dieses Ticket also jeder erwerben, ob er nun schwul ist oder nicht? Dann handelt es sich wohl lediglich um einen Marketing-Gag, der "LGBT"-Kunden an der Nase herumführen soll?

wandere aus, solange es noch geht

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Kommentare

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Nein, man muss beim Ticketkauf nicht die sexuelle Orientierung angeben. Das Angebot ist einfach ein anderes wie beim "normalen" City-Pass, das diese Personen eher interessiert (Lokale, Ausstellungen, Museen.. vgl [1] mit [2]). Natürlich können auch Heterosexuelle damit vergünstigt in ein Schwulenlokal gehen bzw was konsumieren, werden aber wohl die Wenigsten machen.

Dass sich unzensuriert auf ein mal für Gleichberechtigung Queerer Menschen einsetzt, ist mir neu und der Artikel liest sich auch nicht so (btw möcht ich auf einen Rechtschreibfehler im 3. letzten Absatz hinweisen - Ticjets)

[1] http://www.queercitypass.com/city/wien/
[2] http://www.easycitypass.com/wien-start/partner/

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Gleichbehandlung? Gleichbehandlung heißt aber nicht, dass man Minderheiten besser als die Mehrheit behandelt, oder?
In Wien ist man wirklich besser dran, wenn man Ausländer oder schwul ist ... oder beides! Den größten Nachteil hat man neuerdings, wenn man zugibt, gebürtiger Österreicher mit einem Arbeitsplatz zu sein.
Die politisch inszenierte rassistische Hetze gegen die österr. Bevölkerung beruht darauf, dass die Machttreiber des Landes ein Riesenproblem mit der Vergangenheitsbewältigung haben. Ihr Plan scheint zu sein, die Nachfolgegeneration für das damals angerichtete Leid verantwortlich zu machen. Doch sie kapieren nicht, dass das nichts ändern wird - auch wenn sie gerade versuchen, die Gene unserer "Rasse" mit religiös-fanatischen Hinterwäldern zu mixen! Selbst mit "anderen Menschen" wird Hi.ler ein Teil dieses Landes bleiben! Und die Muslimen sind noch viel schlimmer als Hi.ler!

Bild des Benutzers MarkusStark
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verfrachtet.
ALLE!
Auch die Gender Szene möchte doch Europa mit dem ISLAM befruchten...
Dort lernen sie dann richtige WELTOFFENHEIT und TOLERANZ kennen!!
Aber nicht lange........ tja, Strafe muß sein für die Linkslinke Rot-Grüne Idioten Szene. Da merkens dann, wie der "human" ISLAM tickt mit seiner "toleranten -gesellschaftsform"....

Bild des Benutzers wakeup
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Hier eine detaillierte Gegenüberstellung von wörtlichen Zitaten aus Interviews (aus 2005) von IGGiÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich) Akteuren und was sie damals in ö. Schulen auf Steuerzahlerkosten unterrichtet haben:
http://islamdaten.freeforums.org/gegenuberstellung-schulbuch-iggio-imo-t...
Ihr wollt eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Kindererziehung im Islam lesen die am Uni Server in Ö. liegt:
Zitate daraus:
http://www.bilderhoster.net/5ar288nl.png.html
QUELLE: http://othes.univie.ac.at/25897/1/2013-01-29_0203413.pdf

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Landespolizeidirektion Stmk:
"Verschleierte Mädchen traktieren ihre nicht verschleierten Mitschülerinnen." goo.gl/llctOs
Kopftuchverbot jetzt!

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seit wann ist wien die stadt der schwulen und lesben? die depperten glauben das wahrscheinlich, denn seit dem sieg des ESC durch eine frau mit bart namens conchita neuwirth oder war es doch eher ein mann mit aufgepinseltem bart namens thomas wurst (obwohl mir das persönlich wurscht ist), haben die übergeschnappten narrenfreiheit...ich für meinen teil fahre fast nie öffentlich, werde aber falls doch, nie wieder eine fahrkarte kaufen und behaupten, daß ich verrückt bin...schaunmirmalwaspassiert... vielleicht bekomme ich einen gratisfahrschein auf die baumgartner höhe.

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...im Stadtpark auf ein trautes exotisches Tete a Tete und einen "Abstecher" zu den Afghanen in "The Mall"/Wien Mitte geht's weiter mit der U4 zur Längenfeldgasse, um dort in den Orientexpress (U6) umzusteigen und auf der Thaliastraße lebendige Volxkunst fernab billiger Folklore durch nordafrikanische Siedler kennenzulernen.
Der Abend findet am Yppenplatz einen besinnlichen Ausklang, wo man tschetschenische Gastfreundschaft hautnah genießen darf.
Abschließend begibt man sich mit dem Queer-City-Pass zur Regeneration ins Unfallkrankenhaus/Meidling, wo einem eine belebende Blut-Transfusion fit für den nächsten Tag in der lebenswertesten Stadt des Universums macht.
Wien ist chillig & andersrum.

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Ja eh, genauso und nicht anders. nur denke ich, ist das SMZ-ost weiter entfernt und somit die überlebenschance nicht ganz so hoffnungsvoll, weil wertvolle zeit verloren geht. wäre ja fad, würde man gerettet werden...trotzdem habe ich wieder mal herzlich gelacht:)))

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"Wirklich, ich kann eine ganze Menge tolerieren.
Aber nach dem Tweet von Erika Steinbach war für mich Schluß.
Seitdem der Westen, und in Europa allen voran die CDU, in der Ukraine einen Bürgerkrieg entfesselt hat, ist die CDU für mich eine verbrannte Partei.
Und Erika Steinbach hat ihren wahren Charakter schon oft genug mehr als deutlich gezeigt.
Wer im Jahr 2016 noch seine Stimme der CDU/CSU gibt, ist entweder ein Profiteur der Siedlungspolitik, sonstiger Charaktermüll in Humangestalt oder einfach nur dumm wie ein Sack Steine.
Die CDU ist der faschistische Unruheherd auf diesem Kontinent, der wichtigste Komplize der USA dabei, die “Vereinigten Staaten von Europa” zu errichten.
Oder glaubt ihr, auch nur ein CDU-Politiker wird gegen den TTIP stimmen, wodurch praktisch europäische Staaten der Gerichtsbarkeit der USA unterstellt werden?
Darum muss die CDU als erstes politisch vollständig vernichtet werden."
https://killerbeesagt.wordpress.com/

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