Zika-Infektion: Erste Erkrankung durch Sex in Frankreich

Zika-Virus: In Frankreich sollen Kondome die Ausbreitung verhindern.  Foto: Tim 'avatar' Bartel / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Zika-Virus: In Frankreich sollen Kondome die Ausbreitung verhindern.
Foto: Tim 'avatar' Bartel / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
29. Februar 2016 - 9:48

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Das Zika-Virus breitet sich weiter aus. Jetzt ist in Frankreich ein neuer Fall der Erkrankung bekannt geworden. Ein Mann hatte nach seiner Rückkehr aus Brasilien Geschlechtsverkehr mit seiner Partnerin, worauf bei dieser das Zika-Virus diagnostiziert wurde. Die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine fordert nun den Gebrauch von Kondomen bei all jenen, die aus Zika-Regionen zurückkehren. Damit soll die Einschleppung des Virus nach Frankreich gestoppt werden.

Die Zika-Erkrankung wird von Medizinern für Fehlbildungen bei Neugeborenen verantwortlich gemacht. Daher gelten vor allem Schwangere als Hochrisikogruppe, zumal eine Infektion hier unmittelbar auf das ungeborene Kind überspringen kann.

WHO hat Gesundheitsnotstand weltweit ausgerufen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der massiven Ausbreitung des Zika-Virus bereits Anfang Februar 2016 den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die regionalen Gesundheitsbehörden in Süd- und Mittelamerika haben auf dieser Grundlage großflächige Aktionen gegen Moskitos gestartet, um die Übertragung des Zika-Virus durch Insektenvernichtungsmittel einzudämmen.

In Deutschland rät das Robert-Koch-Institut, bei Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Hautrötungen unbedingt einen Arzt aufzusuchen, um bei einer begründeten Verdachtslage einen Bluttest durchführen zu lassen. 

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