Claudia Roth lässt Henryk M. Broder von Talkrunde ausladen

Claudia  Roth zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite Foto: Heinrich Böll Stiftung / wikimedia (CC-BY-SA 2.0)
Claudia Roth zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite
Foto: Heinrich Böll Stiftung / wikimedia (CC-BY-SA 2.0)
3. März 2016 - 13:32

Der Bayerische Rundfunk lädt zu seiner Talkrunde in das Hauptstadtstudio der ARD nach Berlin ein. Das Thema der „Münchner Runde“ ist „Flüchtlingskrise: Schafft Merkel noch die Wende?“. Geladen sind unter anderem Gäste wie Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) oder die stellvertretende Bundestagspräsidentin Claudia Roth (Grüne). Auch der Publizist und Autor Henryk M. Broder war  eingeladen. Zumindest bis Frau Roth davon erfahren hat. Da sie sich weigerte, mit ihm am Tisch zu sitzen, wurde Broder kurzerhand wieder ausgeladen.

Auf Druck Roths wurde Broder wieder ausgeladen

Broder fragte nach, wie es zu seiner Ausladung gekommen sei. Schließlich wurde ihm ja zunächst fest zugesagt. Auch ein fixer Termin wurde ihm mitgeteilt. „Ich freute mich darauf, Claudia Roth zu treffen, weil ich sie schon lange fragen wollte, warum sie neulich bei einer Demo mitgelaufen ist, auf der ‘Deutschland, du mieses Stück Scheiße!’ gerufen wurde. Ob so etwas mit ihrem Amt als Vizepräsidentin des Bundestages vereinbar wäre“, erklärt Broder in der Wochenzeitung Junge Freiheit. Er weiß allerdings gar nicht genau, was zwischen ihm und Frau Roth so gravierendes vorgefallen sein soll. Ihm wurde lediglich vom Bayerischen Rundfunk mitgeteilt, dass eine Sendung mit ihm und Frau Roth nicht möglich sei.

Warum gehorcht der öffentliche Rundfunk Frau Roth aufs Wort?

Broder zeigt sich verwundert: „Nun, ich schwöre es, zwischen Claudia Roth und mir ist nichts, rein gar nichts vorgefallen, außer dass ich einige Male geschrieben habe, was ich von ihr halte. Das ist mein gutes Recht. Ihr gutes Recht ist es, mit mir nicht an einem Tisch sitzen zu wollen. Aber warum werde ich dann ausgeladen und nicht Claudia Roth?“

Einmal mehr beweist sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Spielball politscher Interessen. Kritische Journalisten wie Henryk M. Broder werden auf Wunsch einer stellvertretenden Bundestagspräsidentin wieder ausgeladen. Es drängt sich die Frage auf, ob das System um Frau Roth keine weitere Kritik mehr verträgt?

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