Rätsel nach schrecklicher Tat in Moskau: Ist die Kinderfrau eine Terroristin oder "nur" schizophren?

Hat die Burkafrau in Moskau aus Rachemotiven gegenüber Putin ein vierjähriges, behindertes Mädchen getötet? Foto: Erik / flickr (CC BY 2.0)
Hat die Burkafrau in Moskau aus Rachemotiven gegenüber Putin ein vierjähriges, behindertes Mädchen getötet?
Foto: Erik / flickr (CC BY 2.0)
4. März 2016 - 10:18

Leidet die muslimische Kinderfrau, die in Moskau ein vierjähriges Mädchen getötet, ihren Kopf abtrennt haben soll und danach zu einer Metro-Station lief, an Schizophrenie oder ist die Burkafrau eine Terroristin? Das ist die Frage, die die Ermittler in Russland zu klären haben. 

Schauspiel vor dem Richter

In den Medien gibt es unterschiedliche Vermutungen  - zuletzt war auch davon die Rede, dass die aus Usbekistan stammende 39-Jährige vor dem Richter ein Schauspiel abgezogen haben könnte. Denn als die Kameraleute den Gerichtssaal verlassen hatten, änderte sich ihr Verhalten und sie antwortete rasch und klar auf Fragen der Richter. Das berichtet zumindest der ORF.

Rache für Luftangriffe in Syrien geübt

Der Spiegel veröffentliche indessen Mitschnitte von russischen Medien, wonach die mutmaßliche Kindsmörderin Wladimir Putin für ihre schreckliche Tat verantwortlich gemacht habe. Der Spielgel berichtet:

Darin gibt sie an, Russlands Luftangriffe in Syrien hätten sie zu der Tat bewegt. Auf die Frage, an wem sie sich habe rächen wollen, sagte Gjultschera B.: "An dem, der Blut vergossen hat. Wer hat Blut vergossen? Putin hat Blut vergossen. Seine Flugzeuge bomben. Wieso spricht niemand darüber? Sie (die Muslime Syriens, Anm. d. Redaktion) wollen doch auch leben." In Syrien gebe es kleine Kinder unter den Opfern. Ob sie deshalb das Moskauer Mädchen ermordet habe? "Ja, deshalb habe ich Rache geübt."

Zum terroristischen Akt angestiftet

Bereits am Dienstag, so der Spiegel weiter, habe die Verdächtige Gjultschechra B. bei einem Gerichtstermin gegenüber Journalisten erklärt, die Tat habe ihr „Allah befohlen“. Nun gibt es Spekulationen, dass Islamisten sie zu diesem „terroristischen Akt“ angestiftet haben könnten. Ein Indiz dafür sei, dass die Frau erst kürzlich von einem Heimataufenthalt in Usbekistan zurückgekehrt ist.

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