Dornbirns ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Kaufmann erntete für ihre Dienstreise nach Rumänien viel Kritik.

Foto: Bild: Tobias Schumann / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
ÖVP-Bürgermeisterin und Grüner Landesrat auf Dienstreise in Rumänien, um sich die Lage der Roma anzusehen

Die Politiker schauen sich auf Steuerzahlerkosten offenbar gerne die Welt an. Nach der Skandalreise des Wiener Politikerpärchens Sonja Wehsely und Andreas Schieder (beide SPÖ) auf Kuba wurde nun ein Ausflug der Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (ÖVP) samt dem Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch (Grüne) nach Rumänien bekannt. Besucht wurden die Städte Bukarest und Ploiesti, "um sich dort ein Bild über die Lage der Roma zu machen", berichtet der ORF. Interviews über Details der öffentlich bezahlten Reise würden die beiden Politiker laut dem Bericht aber nicht geben.

"Liebesurlaub" auf Steuerzahlerkosten

Bundespräsident Heinz Fischer hat nicht mehr lange Zeit, um auf Kosten der Allgemeinheit die schönsten Flecken der Erde anzusehen. Also brach er diese Woche zu einem Staatsbesuch zum Kommunisten Raul Castro auf. Mit im "Gepäck": Zahlreiche Politiker, die alle einen Grund angaben, warum es wichtig sei, dass sie in der Delegation dabei sind. So fuhren auch die Wiener Sozialstadträtin Sonja Wehsely und der Klubobmann der SPÖ im Parlament, Andreas Schieder, die privat ein Paar sind, auf die Karibikinsel und ließen sich ihren "Liebesurlaub" von den Steuerzahlern finanzieren.

Strategie im Umgang mit Bettler

Kein Einzelfall, wie sich immer wieder zeigt. Vergangene Woche sorgte eine Auslandsreise von Vorarlberger Politikern für Aufsehen. Denn Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann von der ÖVP und der Grüne Landesrat Johannes Rauch gingen quasi auf Dienstreise nach Rumänien. Was sie dort zu tun hatten? In der Presseaussendung des Landes begründeten sie die Wichtigkeit ihres Trips:

In einer Vielzahl von Gesprächen konnten wir uns einen umfassenden Eindruck von der Arbeit vor Ort machen und eine Reihe von wichtigen Kontakten knüpfen, die sehr hilfreich sein werden, die Situation in Vorarlberg künftig besser bewältigen zu können. Stadt und Land werden nun, aufbauend auf den Erkenntnissen der Rumänien-Reise, ein Maßnahmenpaket ausarbeiten und sich darum bemühen, eine durchgängige, gemeinsame Strategie im Umgang mit Bettlerinnen und Bettlern entwickeln, so Kaufmann und Rauch.

Grund dieser Reise war also offenbar, sich in Rumänien ein Bild über die Lage der Roma zu machen, um mit dieser Volksgruppe einen besseren Umgang pflegen zu können. Man kann gespannt sein, welche Eindrücke, die die beiden dabei gewonnen haben, nun in der Praxis in Vorarlberg umgesetzt werden.

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