Norbert Hofer über die Stichwahl: „Leichter wäre es gegen Van der Bellen!“

Der freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer zeigte sich im Zuge einer Pressekonferenz, bei der die FPÖ eine Petition zur Rettung des Bargelds präsentierte, davon überzeugt, dass er in die Stichwahl kommen werde. Sein Kontrahent würde entweder Rudolf Hundstorfer oder Alexander Van der Bellen heißen, wobei wohl Hundstorfer die besseren Karten haben dürfte. „Ich glaube immer noch, dass Hundstorfer unterschätzt wird. Ich halte es durchaus für möglich, mit Hundstorfer in der Stichwahl zu sein“, sagte Hofer, der allerdings lieber gegen Van der Bellen antreten würde. „Das wäre auch der absolute Wunsch, weil dann die Stichwahl wesentlich leichter zu gewinnen ist.“

Bargeldabschaffung ist Eingriff in Bürgerrechte

Über die von der FPÖ nun initiierte Petition zur Rettung des Bargelds merkte Hofer an, dass die Bargeldabschaffung ein Eingriff in die Rechte der Bürger sei. Er warnte davor, dass es der EU um die absolute Kontrolle ihrer Bürger gehe. Die EU wolle außerdem verhindern, dass die Menschen das Geld von den Banken abziehen können. Mit „Negativzinsen“, mit denen es Abzüge auf Guthaben geben soll, würden die Bürger erneut zur Kassa gebeten werden können.

Bargeld in Verfassung verankern

Die FPÖ will, dass das Bargeld in der Verfassung verankert wird. Zur Abschaffung des Bargelds bräuchte es eine Einstimmigkeit im EU-Rat, die es aber nicht geben wird, wenn das Bargeld in der österreichischen Verfassung verankert ist. „Weil dann würde Österreich Verfassungsbruch begehen“, argumentiert Hofer .Die FPÖ sieht eine Petition als demokratisch notwendiges Mittel an, um Druck auf die Bundesregierung ausüben zu können. Dies sei schließlich auch mit der Petition für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der Vorgänge rund um die Hypo-Alpe-Adria erfolgreich gelungen.

Hofer will Volksabstimmung zu TTIP

Hofer präsentierte sich außerdem als „inhaltlicher Kontrapunkt“ zu den anderen Kandidaten. Er kündigte an, sollte er Bundespräsident werden, das TTIP-Abkommen nicht unterschreiben zu wollen, wenn sich die Österreicher im Zuge einer Volksabstimmung dagegen aussprechen würden. Hofer lehnt die „Vereinigten Staaten von Europa“, wie sie etwa Van der Bellen vorschwebt, klar ab. „Ich will ein Europa der Nationen, in dem die Neutralität gesichert werden kann. Sowohl Van der Bellen als auch Irmgard Griss treten nicht für die Neutralität ein“, kritisierte er.

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