Emine Erdogan, im Bild mit ihrem Mann und der früheren argentinischen Präsidentin, preist die Ausbildung der Frauen im Harem für den osmanischen Sultan.

Foto: Bild: Presidencia de la Nación Argentina / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Wütende Kommentare in sozialen Netzwerken: Erdogans Frau lobt osmanischen Harem

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner von der ÖVP sagte am Mittwoch in der ZIB2, dass die Verhandlungen über einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union "Zug um Zug" voranschreiten würden. Die EU pfeift auf Medienfreiheit und Menschenrechte, wenn Recep Tayyip Erdogan ihr endlich das Problem mit den Flüchtlingen abnimmt. Da ist es auch gar nicht so schlimm, wenn der türkische Präsident eine Frau "in erster Linie als Mutter" sieht und seine Frau, Emine Erdogan, die Vorzüge des osmanischen Harems preist.

Lehreinrichtung für Frauen

Nach Angaben von Fernsehsendern sagte die türkische Präsidentengattin am Mittwoch in Ankara:

Der Harem war eine Schule für Mitglieder der osmanischen Dynastie und eine Lehreinrichtung, in der Frauen auf das Leben vorbereitet wurden.

Nach dem Macho-Anfall ihres Ehemannes, der sich ausgerechnet am internationalen Frauentag den Mutter-Sager leistete, sorgte nun auch seine Frau Emine für Ärger. In den sozialen Netzwerken gab es jedenfalls wütende Kommentare. Dem türkischen Staatschef wird seit langem vorgeworfen, die Gesellschaft stärker entlang islamischer Werte ausrichten zu wollen und die Rechte der Frauen zu beschneiden. Seine Frau spielt da offenbar mit, hält die Ausbildung der Haremsfrauen zur Unterhaltung des Sultans, dem einige der Frauen auch sexuell zu Diensten sein mussten, für gut.

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