Nach Terror in Belgien: Polizei fürchtet Attentate auf Atomkraftwerke

In Belgien fürchtet man weitere Anschläge, vor allem auf Atomkraftwerke. Foto: Friedrich Tellberg / wikimedia (gemeinfrei)
In Belgien fürchtet man weitere Anschläge, vor allem auf Atomkraftwerke.
Foto: Friedrich Tellberg / wikimedia (gemeinfrei)
22. März 2016 - 23:13

Nach den blutigen Terroranschlägen in Brüssel, kündigte der Islamische Staat (IS) nun weitere Serien von gewaltsamen Angriffen an. „Schwarze Tage“ würden folgen, so die islamistische Organisation, welche sich auch zu den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen und die Metrostationen nur 100 Meter neben der EU-Kommission und dem EU-Rat bekannt hat.

Während im Land die höchste Warnstufe ausgegeben wurde, sind bereits diverse Energieversorger in Belgien unter höchster Bewachung. Belgien betreibt zwei Atomkraftwerke, die nach den Terroranschlägen teilweise evakuiert wurden - offenbar wegen konkreter Anschlagsgefahr.

Opferzahlen gestiegen

"Wir versprechen der Kreuzfahrerallianz gegen den Islamischen Staat, dass sie schwarze Tage erwarten im Gegenzug für ihre Aggression gegen den Islamischen Staat“, lautete die Botschaft der muslimischen Gewaltäter über das Nachrichtenportal Telegram. Weil Belgien zu jenen Staaten gehöre, die aktiv gegen die Terrorvereinigung kämpfen würden und in den vergangen Tagen auch einen Mittäter der Paris-Attentate verhaftete, sollen nun weitere Vergeltungsschläge folgen.

Bei den Anschlägen am Dienstagvormittag kamen allein in den Metrostationen 20 Personen und am Flughafen 14 Personen ums Leben, mehr als 130 Menschen wurden schwer verletzt. Mittlerweile wurde am Brüsseler Flughafen eine dritte Bombe entdeckt, welche nicht explodierte und nun kontrolliert zur Detonation gebracht wurde. Laut Augenzeugen waren vor den Explosionen Rufe in arabischer Sprache zu hören, auch Schüsse sollen gefallen sein. Bei Hausdurchsuchungen wurden kurz darauf Fahnen des IS und chemische Substanzen sowie ein Sprengsatz gefunden.

Energieversorger im Visier

"Bleiben Sie, wo Sie sind", erklärte bereits kurz nach den Explosionen das belgische Krisenzentrum den Einwohnern, welche ihre Häuser möglichst nicht verlassen sollten. Öffentliche Verkehrsmittel wurden alle eingestellt und auch das verzichtbare Personal in größeren Energieversorgungszentralen wurde bereits abgezogen.

Die Polizei rechnet mit weiteren blutigen Anschlägen. "Wir fürchten, dass Personen noch auf freiem Fuß sind", äußerte sich Außenminister Didier Reynders am Dienstag gegenüber dem Fernsehsender RTBF.

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