Französischer Minister warnt vor hundert Terrorvierteln wie Molenbeek

Patrick Kanner sieht in Frankreich ähnlich gefährliche Viertel wie das Brüsseler Molenbeek Foto: Jérémy-Günther-Heinz Jähnick / Wikimedia (GDFL 1.2)
Patrick Kanner sieht in Frankreich ähnlich gefährliche Viertel wie das Brüsseler Molenbeek
Foto: Jérémy-Günther-Heinz Jähnick / Wikimedia (GDFL 1.2)
29. März 2016 - 7:34

Patrick Kanner, ein sozialistischer Politiker in Frankreich, der seit 2014 auch Minister für Städtebau, Jugend und Sport ist, machte mit einer Aussage zum Terroranschlag in Brüssel auf sich aufmerksam. In einem Interview mit einem französischen Radiosender weist der Politiker darauf hin, dass es in Frankreich mindestens hundert Viertel wie „Molenbeek“ gebe. Der Brüsseler Bezirk gilt als Brutstätte des Terrors von Paris und Brüssel. „Wir wissen, dass es heute etwa rund hundert Viertel in Frankreich gibt, die potenzielle Ähnlichkeit mit dem aufweisen, was in Molenbeek passiert ist," so Kanner.

Belgischer Experte warnt vor Anschlägen in ganz Europa

Zuletzt erlärte auch der belgische Experte Johan Leman, dass er die Anschläge in Belgien keinesfalls für ein belgisches, sondern für ein europäisches Problem halte:

Was nun geschieht, ist, dass ISIS zurzeit Frankreich und Belgien für Anschläge im Fokus hat. Aber das kann in den nächsten Monaten auch genauso in einem anderen Land in Europa geschehen. Und es wird immer irgendwo eine Zelle geben, in der die Anschläge vorbereitet werden.

Französische Politiker fordern Todesstrafe

Die Fahndungen nach Terrorhelfern der Attentätern in Paris und Brüssel läuft weiter auf Hochtouren. Etliche europäische Sicherheitsbehörden sind auf der Suche nach den Islamisten. Es soll ein elf-seitiges geheimes Dokument aufgetaucht sein, in welchem die Namen von Terrorverdächtigen stehen. Zuletzt kamen in Frankreich, aufgrund der erneuten massiven Anschläge von Islamisten in Belgien, auch einige Forderungen nach der Wiedereinführung der Todesstrafe auf.

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