Verfall geht weiter: Organisierte Bettlermafia in der Josefstadt

Immer mehr verärgerte Leserbriefe erreichen die unzensuriert-Redaktion in Bezug auf das Drogenproblem entlang des Gürtels. Doch nicht nur Dealer und andere Kriminelle haben sich entlang der auch als „Orientexpress“ bezeichneten U-Bahn-Linie U6 niedergelassen, auch immer mehr organisierte Bettlerbanden finden so ihren Weg in die umliegenden inneren Bezirke. Nachdem wir über einen eklatanten Verfall in der Josefstadt berichteten, schickten uns weitere Leser erstaunliche Bilder und Berichte zu.

Zigeuner stehlen aus Containern

Es ist Ostersonntag, und der Tag neigt sich dem Ende zu, als plötzlich lauter Lärm mitten durch die Fuhrmannsgasse hallt. Just in jener Straße ist zwar eine Polizeiinspektion, was den Bewohnern immerhin noch ein sicheres Gefühl gibt. Genau vor diesem Wachposten hat sich allerdings eine Zigeunerfamilie samt Kindern, Hab und Gut lärmend niedergelassen. Von einem Passanten angesprochen, was sie dort suchen würden, erwiderte eine Frau Mitte 40 mit ihren Krücken spielend, dass sie wohl auf jemanden warten würden.

Szenarien wie diese würden sich laut Anrainern in letzter Zeit häufig wiederholen. Auch untertags sind immer wieder Bettler und diverse Einwanderer an Altkleider-Containern zu sehen, wie sie sich an den Diebstahls-Verriegelungen zu schaffen machen und Kleider daraus mitnehmen. Diese werden allerdings nur selten selber gebraucht und mitsamt den Tageseinnahmen an den zuständigen Boss übergeben oder gleich weiterverkauft.

Erstaunlicherweise scheinen die immer aufdringlicher werdenden Zeitungsverkäufer und oftmals schwer beeinträchtigten Bettler jedoch weniger zu werden, je näher eine Wahl rückt. Dort wo man entlang der Josefstädterstraße etwa vor jedem Lebensmittelgeschäft solche Personen sieht, scheint man in der Bezirksleitung je nach Wahlkampfsaison – allerdings das restliche Jahr nicht – sehr wohl darauf zu reagieren.

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