In Belgien können Ärzte nun auch völlig gesunden Menschen zum Freitod verhelfen.

Foto: Bild: Kuebi - Armin Kübelbeck / wikimedia (CC-BY-SA)
Belgien: Völlig Gesunde können nun mit ärztlicher Hilfe sterben

Sie ist gesund und sie will sterben. In Belgien wird gerade ein Tabu gebrochen. Dort wird der Weg in die Suizidgesellschaft geebnet. Simona de Moor wird Zeuge vom Tod ihrer Tochter, welche einen Herzinfarkt nicht überlebt. Dies löscht offenbar den Lebenswillen der Frau aus und sie verlangt von ihrem Arzt die Todesspritze. Ihre Ärzte bescheinigen ihr trotz ihres hohen Alters, die Dame war 85 Jahre alt, beste Gesundheit. Sie nahm keinerlei Medikamente, doch der Tod ihrer Tochter war eindeutig ein Trauma für sie. Doch anstatt der Frau psychologische Hilfe zu bieten, stimmten ihre Ärzte dem Freitodgesuch zu.

8.000 Menschen wählten den Freitod.

Seit dreizehn Jahren ist es in Belgien möglich unter ärztlicher Aufsicht eine tödliche Injektion zu erhalten. Über 8.000 Menschen haben diese Option gewählt um ihr Leiden zu beenden. Eine tödliche Erkrankung ist eine Voraussetzung, wie man vernünftigerweise annehmen könnte.

Der Fall de Moor sprengt nun jedoch eine weitere Grenze. Eine körperlich gesunde Frau wählt den Tod und die Ärzte kommen dem nach. Damit ist der Weg geebnet für die liebeskranken Teenager, die nicht mehr Leben können, weil sie oder er die Liebe nicht erwidert. Auch christliche Vertreter gehen auf die Barrikaden und prangern den Verlust von jeder Moral und Ethik an. Wie weit darf die Willensfreiheit gehen – gerade bei psychologischen Leiden?

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