Zigeunerstadt in Linz geschlossen: Müllberge blieben zurück

Nach der Räumung des Zigeuner-Lagers blieb vor allem ein großer Müllberg zurück. Foto: Bildrechte: Linza.at
Nach der Räumung des Zigeuner-Lagers blieb vor allem ein großer Müllberg zurück.
Foto: Bildrechte: Linza.at
31. März 2016 - 12:15

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Rund 60 Zigeuner hausten für mehrere Wochen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz. Unter einer Brücke wurden sie immer wieder von diversen Wohltätigkeitsorganisationen mit Lebensmitteln, Spielzeug aber auch Zelten versorgt und so zum Bleiben motiviert. Neben zahlreichen Negativmeldungen aus der Bevölkerung sorgten die Sinti aus Bulgarien und Rumänien vor allem für Berge an Müll. Nun wurde das Lager polizeilich geräumt.

Müllberge als Überbleibsel

Um 7 Uhr morgens rückten am Dienstag Polizei und Stadt Linz in einer gemeinsamen Aktion aus, um die 60 campierenden Zigeuner des Platzes zu verweisen. Zuvor hatten sie wochenlang mit 20 Zelten unter der Westbrücke in Linz gehaust und dort Chaos hinterlassen, wie das Stadtmagazin Linza.at beschreibt. Während der Bahndamm zu den Zuggleisen als große Toilette diente, gingen die meisten der Zeltstadt-Bewohner unter Tags der Bettelei nach. 

Weil in Kürze auf dem Grundstück der ASFINAG mit Waldschlägerarbeiter für den Bau des Westrings begonnen werden sollte, wurde das fahrende Volk weitergeschickt. Kritik wurde aber nicht nur an der langen Tolerierung des Zustandes laut, sondern auch an der ständigen Versorgung mit Zelten der Caritas: „Es ist nicht sinnvoll, diesen Leuten immer wieder neue Zelte zu kaufen, sich dann aber nicht um sie und die vielen Kinder zu kümmern“, heißt es etwa von einem Vertreter der Stadt Linz, der am Ort des Geschehens war. Als der Tross schließlich in Richtung Hauptbahnhof weiterzog, hinterließen sie vor allem einen Berg an Müll aus Lebensmitteln, Spielsachen, Matratzen und Kleidung.

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