Nach dem Türkei-Deal der EU: Schlepper preisen im Internet bereits neue Routen in die Europäische Union an.

Bild: Mstyslav Chernov/Unframe / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Um 4.000 Dollar von der Türkei zum Brenner: Schlepper preisen bereits neue Flüchtlingsrouten im Internet an

Während der umstrittene Pakt der EU mit der Türkei zur Flüchtlingsrückführung immer noch nicht voll anläuft, preisen Schlepper bereits neue Routen im Internet an. Um 4.000 Dollar können Migranten aus der Türkei bis an den Brenner nach Tirol gebracht werden, so der Werbeinhalt von Inseraten auf Facebook.

Hinter Schleppern dürften "Aktivisten" stecken

In dem vergangene Woche aufgetauchten Werbeposting auf Facebook behauptet ein Mann, vermutlich aus Italien, Migranten in der türkischen Küstenstadt Mersin abzuholen und nach Italien zu bringen. Geschehen soll dies mit einem 110 Meter langen Boot, inklusive Verpflegung, Schwimmwesten und Medizin. Die Kosten des Schmuggels werden mit 4.000 Dollar angegeben, rund dreimal so viel wie nach Griechenland. Das Geld soll bis zur Ankunft in Italien gar bei einer dritten Person verwahrt werden. 

Bereits in der Vergangenheit tauchten ähnliche Postings auf Facebook auf. Sie stammten jedoch meist von kriminellen Banden die an schnelles Geld gelangen wollten. Bei dieser "Aktion" dürfte es sich jedoch um einen linken "Aktivisten" handeln, der trotz zahlreicher Proteste nicht von der Aktion Abstand nahm. Laut der Nachrichtenagentur Reuters untersucht Facebook bereits den Vorfall. 

Italien neues Ziel des Migrantenansturmes

Alleine in diesem Jahr kamen bereits über 16.000 Migranten nach Italien, die meisten von ihnen mit dem Ziel Schweden, Österreich und Deutschland. Nachdem die ersten "Flüchtlinge" aus Griechenland in die Türkei rückgeführt wurden, befürchten nun viele, dass sich der Migrationsstrom komplett nach Italien verlagern könnte. Auch aus Nord- und Westafrika dürfte der Zustrom an Asylanten in Zukunft gefährlich ansteigen. Beim südlichen Nachbarn werden aufgrund der erwarteten Szenarien bereits leerstehende Hotels und Schulen zu Asyllagern umfunktioniert. 

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