Alexander Van der Bellen verliert im Wahlkampf an Zustimmung, wirkt stets missmutig.

Foto: Bild: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)
Die Stronachisierung des Alexander Van der Bellen

Der „Stronach-Effekt“ ist bekannt. Solange Frank Stronach bei der Bevölkerung „nur“ als Selfmademan, als Milliardär und als erfolgreicher Arbeitgeber für zigtausende Menschen rund um den Globus bekannt war, traute man ihm einiges zu. Tatsächlich, Frank Stronach lag am Beginn des letzten Nationalratswahlkampfes in den Umfragen überraschend gut. Er bezeichnete seine Kandidatur bei seiner Wahlkampfauftakt-Veranstaltung gar als Ereignis, das in die Weltgeschichte eingehen werde.

Als dann aber die Phase der TV-Auftritte und -Konfrontationen begann und sich die Bürger selbst ein Bild vom Mythos „Fränk“ machen konnten, schwand die Begeisterung der Bürger. Grund: Die immense Differenz zwischen dem, was man sich erwartet hatte, und dem, was davon übrig blieb, als man sich ein persönliches Bild gemacht hatte, kurz gesagt: Enttäuschung.

Stark in Umfragen gestartet

Ähnlich dürfte es jetzt dem grün-“unabhängigen“ Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen gehen. Er wurde von der (meist linken) Medienwelt gepusht als „der Professor“, als das linke Gewissen Österreichs, manche empfanden ihn gar als Titanen oder unantastbaren gutmenschlichen Mythos. Dies machte sich auch in den Umfragen bemerkbar. Ende letzten Jahres lag der ehemalige Wiener Universitätsbeauftragte (Wo woa mei Leistung?) gar bei 40 Prozent.

Diese Werte kamen freilich ohne öffentliche Auftritte und ohne direkten Kontakt zum Bürger zustande. Nun hat die Phase der TV-Konfrontationen begonnen.

Lustloses Herumlavieren in der Elefantenrunde

Schon bei der ersten Elefantenrunde auf Puls4 konnte Van der Bellen laut einer Umfrage von OGM nicht überzeugen und über das grüne Stammwählerklientel hinaus prozentuell nicht punkten. Konfrontiert mit Aussagen aus Interviews (FPÖ auch bei absoluter Mehrheit nicht mit Regierungsbildung beauftragen) oder den Inhalten eines Interviews vom Herbst letzten Jahres (Souveränität der Nationalstaaten ist Illusion, „könnte ich Gott spielen, würde ich die EU zu einem Staat machen und die Mitgliedsstaaten entmachten“) reagierte er ausweichend und negierte teilweise die Existenz dieser – allerdings belegbaren – Aussagen. Hier sein Statement zum EU-Staat:

Auch bei TTIP legte er eine 180 Grad Wende hin und gilt heute (wenn auch wenig glaubwürdig) entgegen seiner früheren Aussagen als „TTIP-kritisch“.

Neben den inhaltlichen Verrenkungen scheinen auch seine Körpersprache, seine Langsamkeit, das meist unbegründete plötzliche Loslachen alles andere als vertrauensbildend zu wirken. In der dieswöchigen ORF-Wahlfahrt präsentierte sich Van der Bellen als alter Griesgram, der nicht imstande ist, mit seinem Gegenüber auch nur einen rudimentären Blickkontakt aufzubauen.

Norbert Hofer – Wahlfahrt – Auf zur Hofburg – 5.4.2016

Hier die gestrige ORF Wahlfahrt zum Nachschauen.Hat Spaß gemacht :-)Hier auch der Link zur ORF-TVthek:http://tvthek.orf.at/program/Wahlfahrt-Auf-zur-Hofburg/12325817/ORF-Wahlfahrt-Van-der-Bellen-und-Norbert-Hofer/12375041

Posted by Norbert Hofer on Dienstag, 5. April 2016

„Hänschen klein“ als einzige „Kulturkompetenz“

Auch der Van der Bellensche Auftritt im ORF-Kulturmontag diese Woche wurde zum Fiasko. Dort wurden die Präsidentschaftskandidaten aufgefordert, spontan ein Gedicht zu rezitieren. Während Richard Lugner Schillers „Lied von der Glocke“ zum Besten gab, Norbert Hofer mit Schillers „Bürgschaft“, Irmgard Griss mit Goethes „Osterspaziergang“, und Andreas Khol mit dem „Höttinger Surtaucher“ zu beeindrucken wussten, fiel Alexander Van der Bellen nur das Kinderlied „Hänschen klein ging allein …“ ein.

Gedicht-Test für die Hofburgkandidaten

Das wird die linke Kultur-Schickeria aber gar nicht erfreuen :-)Die linken Kandidaten Van der Bellen und Hundstorfer sind beim Gedicht-Test im "ORF-Kulturmontag" kläglich gescheitert.Während Richard Lugner Schillers „Lied von der Glocke“ zum Besten gab, Norbert Hofer mit Schillers „Bürgschaft“, Irmgard Griss mit Goethes „Osterspaziergang“ und Andreas Khol mit dem „Höttinger Surtaucher“ zu beeindrucken wußten, fiel Alexander Van der Bellen nur das Kinderlied „Hänschen klein ging allein …“ ein. Rudolf Hundstorfer hat überhaupt verweigert. :-)

Posted by HC Strache on Mittwoch, 6. April 2016

Die so „kulturaffine“ grüne Klientel reagierte prompt auf Facebook. Zum Posting betreffend die Wahlfahrt mit dem Inhalt „Sehr enttäuschend“ wurde geantwortet: „leider ja … auch gestern im Kulturmontag (Hänschenklein) ….. schade …….“

Mit der Stichwahl könnte es für Van der Bellen angesichts noch zahlreicher anstehender TV-Auftritte doch nichts werden. Schade, Norbert Hofer hätte sich so auf das Duell mit „VDB“ gefreut.

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