1950: Die SPÖ-Arbeiterzeitung fand damals klare Worte gegen die KPÖ-Putschisten.

Foto: Bild: Archiv Arbeiterzeitung / Rotes Wien
ÖGB: Rechtfertigungsversuche für den Kommunisten-Putsch 1950?

Anscheinend kippt der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) immer weiter nach links. Und dabei vergisst er offensichtlich sogar seine eigene Geschichte. Anders ist es nicht zu erklären, dass man nun in scheinbar trauter Einheit mit der dahinsiechenden Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) sogar das Jahr 1950 und den kommunistischen Oktoberputsch umzudeuten versucht. Mit einem neuen Buch „Oktoberstreik“, es wird  am 27. April präsentiert, möchte man mit den linksextremen Putschisten nun Frieden machen:

"Prägendes Ereignis in der ÖGB-Geschichte"

Im Ankündigungstext der KPÖ heißt es:

Die Streikbewegung gegen das vierte Lohn- und Preisabkommen im September/Oktober 1950 („Oktoberstreik“) war ein Schlüsselereignis am Beginn der Zweiten Republik und ein prägendes Ereignis in der Geschichte des ÖGB. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges wurde sie als politischer Putschversuch der KPÖ gewertet und ist vielfach nur als parteipolitische Auseinandersetzung in Erinnerung. Die Reaktionen im ÖGB gegen die am Streik Beteiligten sind dagegen nur wenig im Bewusstsein geblieben. 65 Jahre nach diesem Ereignis setzte der ÖGB ein Historikerteam ein, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzufassen und darüber hinaus insbesondere zur Putschlegende und zu den Ausschlüssen neue Recherchen anzustellen. Das Ergebnis dieser Arbeit wird mit vorliegendem Buch zugänglich gemacht.

ÖGB-Verlag und kommunistische Alfred-Klahr-Gesellschaft

Welch hohen Stellenwert man im ÖGB diesem „Versöhnungsversuch“ zu geben scheint, zeigt, dass neben der Geschäftsführerin des ÖGB-Verlags auch ÖGB-Präsident Erich Foglar einleitende Worte spricht. Damit nicht genug, darf auch der SPÖ-Historiker Oliver Rathkolb, nebenbei Erfinder des "Hauses der Geschichte", zu Buch und Thema sprechen. Vorgestellt wird das Buch von Peter Autengruber (Verlagsangestellter, Historiker)
und Manfred Mugrauer (KPÖ-nahe Alfred-Klahr-Gesellschaft).

Die Alfred-Klahr-Gesellschaft versucht schon seit vielen Jahren in diversen Publikationen, den kommunistischen Putschversuch des Jahres 1950 zu relativieren. Nun macht ihr der ÖGB diese Freude.

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