Situationselastisches Ruinieren des Bundesheeres: Klug erhält Orden der Republik

Er hat das Bundesheer fast ruiniert und wird dafür auch noch belohnt. Ein Ehrenzeichen für den ehemaligen Verteidigungsminister Gerald Klug wird wohl im Ministerrat beschlossen werden. Neben zwei weiteren Politikern aus der Landeshauptmannkategorie, sollte auch der aktuelle Verkehrsminister einen Orden für seine fragwürdigen Leistungen erhalten.

Situationselastischer Orden?

Auf der Tagesordnung steht am Dienstag, den 19.April 2016 erstaunlicherweise neben der Verleihung des „Großen Silbernen Ehrenzeichens am Bande für Verdien­ste um die Republik Österreich“ an die Landeshauptmänner Wilfried Haslauer (ÖVP) und Peter Kaiser (SPÖ) auch die Verleihung jenes Ordens an den derzeitigen Bundesmini­ster für Verkehr, Innovation und Technologie. Nachdem Klug seinerzeit das Bundesheer nahezu ruiniert hatte, sollte ihm nun auch noch ein Orden umgehängt werden.

Der Blick zurück verheißt nämlich wenig Gutes für den damaligen Nachfolger des Parteigenossen Darabos. Klug sparte nicht nur bei der Ausrüstung, sondern entwaffnete die eigenen Soldaten an der Grenze auch noch: Dort sollten das Bundesheer Pfefferspray für den Eigenschutz mit sich tragen, eingesetzt werden dürfe er allerdings nicht. Auch als das Heer offiziell als kaputtgespart galt, kümmerte sich der Verteidigungsminister lieber um die Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Kasernennähe.

Verliehen wird jener Orden zwar regelmäßig als politisches Ritual an alle möglichen Funktionäre, bei Klug weiß man jedoch nicht genau für welche seiner Glanzleistungen. Im Raum steht etwa eine Belohnung für das Kaputtsparen des Österreichischen Bundesheeres, aber auch für das Erfinden des Wortes „Situationselastisch“. Dieses wurde im Jahr 2014 zum Wort des Jahres gewählt, nachdem Klug das eventuelle Fernbleiben von Kanzler und Vizekanzler bei zukünftigen Pressegesprächen mit zu viel Gegenwind in den Raum gestellt hatte.

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