London weist Obama zu Recht: Keine Einmischung über Brexit erwünscht

Die Briten lassen sich nicht von der Idee des Brexit abbringen. Foto: Unzensuriert.at
Die Briten lassen sich nicht von der Idee des Brexit abbringen.
Foto: Unzensuriert.at
25. April 2016 - 11:31

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Dem zumindest offiziell mächtigsten Mann der Welt, Barack Obama, zeigte der Bürgermeister von London gestern die kalte Schulter. Zum Thema Ausstieg aus dem Euro lässt er keine Einmischung der USA gelten und warnt das US-Amerikanische Staatsoberhaupt, sich dabei zurückzuhalten. Am 23. Juli blickt ganz Europa auf die britische Insel, welche dann über einen weiteren Verbleib oder den Brexit abstimmen sollte. Breite Unterstützung kommt dabei auch vom EU-Kritiker Nigel Farage, Chef der UK Independence Party (UKIP).

Cameron am sinkenden Schiff

Keine Einschränkung der britischen Souveränität wollte dieses Wochenende beim Besuch vom Barack Obama Londons Bürgermeister Boris Johnson hinnehmen. Er gilt unter den Konservativen als Brexit-Befürworter und empfand es darum auch als "empörend", dass die USA sich zu dem britischen Referendum überhaupt äußere. Ins gleiche Horn stößt auch Farage, der  über soziale Medien zu der unangebrachten Äußerung aus dem Weißen Haus konterte: "Wenn Präsident Obama die EU so sehr bewundert, überrascht es mich, dass er nicht für offene Grenzen mit Mexiko eintritt oder dafür, dass fremde Gerichte in US-Angelegenheiten entscheiden."

Britischen Medien wie etwa Mail Online zu Folge sollte hunderte Parlamentier einen Brief an den US-Botschafter in London ihrem Unmut über die unerhörte Einmischung Luft gemacht haben. Premier David Cameron hingegen verteidigt die Haltung der USA in dieser europäischen Frage und verteidigt das gescheiterte Projekt EU via Twitter: "Die USA sind einer unserer engsten Verbündeten. Deshalb ist es wichtig zu hören, warum er sagt, dass wir in der EU bleiben sollten". 

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