Westbalkan-Route nicht dicht: Dutzende Migranten flüchten aus Idomeni nach Norden

Die Behörden versuchen, Ordnung im Chaos-Lager Idomeni zu schaffen - die Migranten hingegen suchen nach Sicherheitslücken. Foto: Martin Leveneur - flickr.com - CC BY-ND 2.0
Die Behörden versuchen, Ordnung im Chaos-Lager Idomeni zu schaffen - die Migranten hingegen suchen nach Sicherheitslücken.
Foto: Martin Leveneur - flickr.com - CC BY-ND 2.0
25. April 2016 - 15:31

Die angeblich dichte Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien scheint so dicht nicht zu sein. Neuerlich soll es nach Augenzeugenberichten mindestens 50 Migranten aus dem Elendslager Idomeni gelungen sein, sich durchzumogeln und Richtung Norden unterzutauchen.

Die Frankfurter Allgemeine berief sich in ihrem Bericht auf die Aussagen eines Fotographen der AFP (Agence France-Presse), der „Dutzende Flüchtlinge, darunter zahlreiche Frauen und Kinder“ nahe der mazedonischen Ortschaft Gevgelija gesehen haben will, denen wahrscheinlich „zahlreiche weitere folgen“. Die Gruppe sei wahrscheinlich Richtung Serbien unterwegs.

Polizei dementiert, gibt aber "tägliche Versuche" zu

Ein mazedonischer Polizeisprecher erklärte zwar laut AFP, dass ihm ein solcher Vorfall nicht bekannt sei. Andererseits gebe es aber „täglich illegale Versuche“, die Grenze zu überwinden.

Erst vor wenigen Wochen endete ein Ausbruchsversuch hunderter Migranten in einem reißenden Fluss, in dem drei Menschen ertranken. Der Rest wurde wieder ins Lager Idomeni gebracht. Dort ist die Lage mittlerweile mehr als explosiv. Die griechischen Behörden haben es offensichtlich noch immer nicht geschafft, die angekündigte Räumung des Massenquartiers, in dem noch immer etliche tausend Migrationswillige unter prekären Bedingungen hausen und auf die Grenzöffnung warten, zu räumen. Erst am Freitag Abend hatten sich Afghanen und Pakistani eine wilde Schlägerei geliefert, bei der vier Pakistani mit Messerstichen verletzt wurden.

Linke "Hilfsorganisationen" als Unruhestifter

Unruhen entstehen oft erst durch diverse dubiose, linke „Hilfsorganisationen“, die weniger tatsächliche Hilfe leisten, sondern vielmehr die Migranten aufstacheln, sich gegen die bösen Behörden zu wehren, ihnen vermeintlich sichere Durchbruchs-Pläne anfertigen und ihnen einreden, es sei ihr „Recht“, nach Europa zu emigrieren. Auch der Durchbruchsversuch, bei dem die drei Menschen ertranken, war von solchen Agitatoren nicht nur angestiftet, sondern sogar begleitet und aufgezeichnet worden. Das macht die Arbeit der Behörden nicht gerade leichter.

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