Nach Wahlerfolg von Norbert Hofer: Deutsche servieren Ösis Hakenkreuz-Schnitzel

Geschmacklose Verunglimpfung der Österreicher unter dem Deckmantel der Satire. Foto: Sreeenshot Facebook
Geschmacklose Verunglimpfung der Österreicher unter dem Deckmantel der Satire.
Foto: Sreeenshot Facebook
26. April 2016 - 10:30

Jetzt wissen wir endlich, was in Deutschland Satire ist! Wenn Jan Böhmermann im ZDF den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in einem Schmähgedicht als Ziegenficker bezeichnet, ist das laut Paragraf 103 StGB eine Beleidigung eines ausländischen Staatschefs und daher - wenn Mutti Angela Merkel eine Strafverfolgung zulässt - auch strafbar.

Wenn die Spaßmacher der ZDF-"heute show" nach dem Wahlerfolg von Norbert Hofer bei der Bundespräsidentenwahl ein Hakenkreuz in Form eines Schnitzels über Facebook verbreiten und den Text "Österreicher wählen eben so, wie sie es vom Schnitzel kennen: Möglichst flach und schön braun" dazufügen, handelt es sich nach dem Verständnis mancher unserer Nachbarn wohl um reinste Satire, die - wenn es gegen die Wähler der FPÖ geht - praktisch alles erlaubt.

Erinnerungen an EU-Sanktionen und Waldheim-"Watch List"

Die Propagandawelle Richtung Österreich rollt seit Sonntag Abend unaufhaltsam. Und der eine oder andere wird sich wohl noch gut an die Zeit erinnern, als es unter der Schwarz-Blauen Regierung sogar Sanktionen der EU-Länder gegen Österreich gab. Oder als man Bundespräsident Kurt Waldheim, davor immerhin langjähriger UNO-Generalsekretär, in den USA 1986 auf die "Watch List" (=Einreiseverbot) setzte und Österreich einen "Weisenrat" zur Ordnung der politischen Kultur verordnete.

Jetzt fängt das also schon wieder an. Die Ausländer (oder bestimmte Gruppen unter ihnen) wollen mitbestimmen, wer in Österreich Bundespräsident wird. Wählt das Volk anders, werden sie - wie schon von der "heute show" - vorgeführt, als Nazis verunglimpft. Rein satirisch, versteht sich.

Genosse Gabriel greift in Österreichs Wahlkampf ein

Bierernst dagegen Deutschlands Vizekanzler Siegmar Gabriel (SPD), der tatsächlich einen "Schulterschluss der Politik" fordert, um einen Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer zum Bundespräsidenten zu verhindern. Gabriel sagte der Bild-Zeitung:

Jetzt sollten sich alle demokratischen Kräfte hinter den demokratischen Kandidaten Van der Bellen stellen.

Gabriel meint also, dass Norbert Hofer kein demokratischer Kandidat ist und dass den Wahlsieger vom Sonntag keine demokratischen Kräfte gewählt haben. Rein satirisch (und deutsch-deutsch) gefragt: "Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank?" Warum reagiert ein Genosse in Deutschland so blödsinnig? Nicht auszuschließen, dass er darum gebeten wurde. Kam ein Hilferuf aus der Wiener Löwelstraße, der Parteizentrale der SPÖ, wo Werner Faymann bereits seine Tage als Bundeskanzler zählt? Will Faymann, nur um seine Macht zu erhalten, Österreich wieder bewusst schlecht machen im Ausland, wie es auch seinerzeit bei Waldheim mit ganz ähnlichen Mechanismen funktionierte?

Werner Faymann versteckt sich

Würde der Kanzler ein echter "Leader" sein in dieser Republik, hätte er seinem Genossen Gabriel ausrichten lassen, dass es in Österreich demokratische Wahlen gibt und dass Norbert Hofer ein demokratischer Kandidat ist. So aber versteckt er sich wieder einmal und schaut dem linkspopulistischen Treiben seiner Parteifreunde genüsslich zu. Da kann Österreich ruhig zu Schaden kommen, wahrscheinlich lacht er gerade mit seinem Spezi Josef Ostermayer (mit dem er schon die Inseraten-Affäre durchgestanden hat) über das Hakenkreuz-Schnitzel, das den Österreichern von Deutschland aus serviert wird.

Wähler lassen sich auch durch Nacktheit nicht beeinflussen

Ob die "heute show"-Macher wirklich glauben, mit dieser Aktion Norbert Hofer verhindern zu können? So naiv kann man ja gar nicht sein. Offenbar hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt, als der Moderator der Satire-Show, Oliver Welke, den Wahlerfolg der AfD bei den Landtagswahlen damit untergraben wollte, in dem er den Zuschauern bei einem AfD-Ergebnis unter neun Prozent anbot, sich im Fernsehen oben ohne zu zeigen. Diesen Gefallen machten ihm die Wähler nicht. Im Gegenteil: In Sachsen-Anhalt kam die AfD sogar auf mehr als 24 Prozent. Und Waldheim gewann seine Wahl souverän unter dem Motto "Jetzt erst recht" - auch wenn Österreich mit der von links losgetretenen "Campain" international enormen Schaden nahm. Aber das war den Genossen der Spaß wert.

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