FPÖ-Wähler in Wiener Kaffeehaus unerwünscht

Im Cafe "Fett und Zucker" sind FPÖ-Wähler nicht erwünscht, wie diese Facebook-Eintrag zeigt. Es folgte ein Shitstorm. Foto: Screenshot Facebook
Im Cafe "Fett und Zucker" sind FPÖ-Wähler nicht erwünscht, wie diese Facebook-Eintrag zeigt. Es folgte ein Shitstorm.
Foto: Screenshot Facebook
26. April 2016 - 12:00

Für einen Eklat sorgte eine Wiener Kaffeehausbesitzerin anlässlich des starken Abschneidens von Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer (FPÖ) am letzten Wahlsonntag. Auf der Facebookseite „Fett und Zucker“ - es handelt sich dabei um den Namen des Cafés im 2. Wiener Gemeindebezirk - befindet sich ein Foto mit einer Tafel, auf der wörtlich steht: „Wenn du bei diesen 35 Prozent dabei warst, geh doch bitte einfach weiter.“ Unterzeichnet wird die Tafel mit dem Vermerk #rightwingnotwelcome.

"Erinnert stark an NS-Regime"

Es folgte ein regelrechter Shitstorm. „Solche Faschomethoden brüllen förmlich nach einer Unternehmenspleite. Und das ist gut so“, lautet die Reaktion eines Users. „Erinnert stark an das NS Regime: Wenn du ein Jude bist, geh weiter. Tja da sieht man wieder wer braun angehaucht ist“, formuliert es ein anderer Facebook-Nutzer.

Kaffeehausbesitzerin bereut nichts

Und dennoch, Eva Trimmel, die Kaffeehausbesitzerin gab gegenüber dem Kurier zum Besten, dass sie die Aktion nicht bereue. "Ich habe das Fett und Zucker als queer-feministisches, anti-rassistisches Kaffeehaus positioniert. Ich will keine Leute mit rechten Ansichten herinnen haben“, wird sie zitiert. Und sie steht dazu, Menschen auszugrenzen.

Nicht der erste Fall von "grünem Rassismus"

Erst vor wenigen Monaten war ein Computer-Reparierer aus dem grün regierten 7. Bezirk ähnlich ungut aufgefallen (unzensuriert.at berichtete), weil er einem langjährigen Kunden die weitere Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, nachdem er zuvor den "Team Viewer" zum Ausspionieren von dessen Daten anstatt zur Reparatur von dessen Rechner genutzt hatte. Dabei hatte er entdeckt, dass der Kunde einen Ordner am Bildschirm hatte, der mit FPÖ bezeichnet war. Der deshalb geschasste Kunde schreibt tatsächlich eine unterhaltsame, wöchentliche Kolumne für die Neue Freie Zeitung der FPÖ. Er hat den Geschäftsbesitzer bei der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft angezeigt,

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