Sigmar Gabriel: Eine Stimme aus dem Nachbarland

Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) fordert einen Schulterschluss der Politik, um einen Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer zum Bundespräsidenten zu verhindern.  Foto: Metropolico.org / flickr.com (CC BY-SA 2.0)
Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) fordert einen Schulterschluss der Politik, um einen Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer zum Bundespräsidenten zu verhindern.
Foto: Metropolico.org / flickr.com (CC BY-SA 2.0)
26. April 2016 - 18:38

Es war doch klar, dass man nicht lange auf Wortmeldungen gesinnungstreuer Politiker aus dem befreundeten Ausland warten musste. Dass gerade ein Sozialdemokrat den Schlapfen besonders weit aufreißt, wundert ebensowenig.

Kommentar von Unzensurix

Es sind doch scharfe Worte, wenn der Deutsche Vizekanzler Gabriel einen Schulterschluss gegen Hofer fordert und dabei verweist, dass sich alle demokratischen Kräfte hinter den unabhängigen Kandidaten stellen sollen. Was aber will uns unser Deutscher Freund damit sagen? Dass demokratische Kräfte nur jene sein sollen, die einem ins rechte (besser richtige) Bild passen? Korrekt!

Denn in der heute üblichen Auffassung von Demokratie gilt jener Wähler als irregeleitet…, ja sogar als dumm…, verantwortungslos oder ähnliches, wenn er sich so vermessen zeigt, seine Stimme jemandem zu geben, der den jahrzehntelang herrschenden Eliten nicht in den Kram passt.

Und diese Eliten sind es, die wie der Teufel das Weihwasser fürchten, dass ihnen der Boden abgegraben wird, weil sie dann nicht mehr das vollenden können, was sie bereits in Gang gesetzt haben. Nämlich die völlige Aufgabe ihrer nationalen Identitäten, wobei man besonders für Deutschland einen besonders perfiden Plan haben dürfte, wenn man beobachtet, wie es bereits in manchen Gegenden größerer Städte zugeht.

Dummerweise spricht man auch südöstlich der bundesrepublikanischen Landesgrenze die gleiche Sprache, weswegen die ernstzunehmende Gefahr besteht, dass nicht zu wenige Bundesbürger sich an den Ösis ein Beispiel nehmen könnten und ebenso die Idee hätten, ihre Regierung abzuwatschen.

Deswegen setzt man ja die immense Hoffnung, dass der Unabhängigste der Unabhängigen das Ruder nocheinmal herumreißen wird, damit der deutsche Wähler nicht in Versuchung gebracht wird, es dem österreichischen gleichzutun. Inwiefern Herr Gabriel ihm eine große Hilfe ist, wird sich noch weisen. Jedenfalls kann man Gift darauf nehmen, dass die Giftspritzen aus dem Ausland noch zunehmen werden.

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