Türkei und Saudi-Arabien mischen sich in Syrien massiv militärisch ein

Die Türkei und Saudi-Arabien setzen weiterhin alles daran, Syrien zu destabilisieren. Foto: Freedom House / flickr (CC BY 2.0)
Die Türkei und Saudi-Arabien setzen weiterhin alles daran, Syrien zu destabilisieren.
Foto: Freedom House / flickr (CC BY 2.0)
29. April 2016 - 10:18

Angesichts des Vormarsches der syrischen Armee auf die IS-Hochburg Aleppo und den Gebietsverlusten der Islamisten mischen die Verbündeten der Dschihadisten, Saudi-Arabien und die Türkei, wieder massiv in Syrien mit. Dutzende Agenten beider Staaten sollen in dem Bürgerkriegsland mutmaßliche "Rebellen" im Kampf gegen die Regierung ausbilden.

Militärhilfe als "humanitäre Hilfe" getarnt

So gibt es bereits zahlreiche Berichte über die direkten Kontakte der Türkei mit den Islamisten des IS und der Al-Nusra Front. Immer wieder soll logistische und finanzielle Hilfe an die Islamisten fließen. Auch die Gebietsausweitungen der Türkei an der Grenze Syriens dienen weniger der immer wieder propagierten "humanitären Hilfe" für Flüchtlinge, sondern einer logisitischen Unterstützung für die Terroristen. Ein kürzlich dank der USA installiertes Raketensystem soll laut Aussagen des türksichen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu zudem die "gemäßigte Opposition" unterstützen.

Dahinter stehen Ambitionen der Türkei, sich riesige Gebiete im Norden Syriens einzuverleiben, die angeblich "historisch" zur Türkei gehören sollen. 

Vize-Verteidigungsminister: "Türken und Saudis wollen Anarchie"

Der syrische Vize-Verteidigungsminister Mahmoud Shawa sprach bei einer Sicherheitskonferenz in Moskau offen über die ausländischen Kräfte, welche sein Land gezielt destabilisieren möchten. Über die Medien würde vor allem von Saudi-Arabien immer noch der Sturz der Assad-Regierung propagiert. Shawa sprach sich für den Friedensdialog mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, und die nationale Souveränität Syriens in seinen Vorkriegsgrenzen aus. Der Wille des syrischen Volkes und nicht jener ausländischer Aggressoren müsse gehört werden, so der Vize-Verteidigungsminister. 

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