Dänischer Staat geht rechtlich gegen “Flüchtlingshelfer” vor – Unzensuriert

Der dänische Staat geht nun gegen mutmaßliche Fluchthelfer vor, die Asylanten in das Land schmuggelten.

Foto: Bild: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)
Dänischer Staat geht rechtlich gegen “Flüchtlingshelfer” vor

Ähnlich wie in Österreich, halfen auch in Dänemark dutzende selbsternannte "Fluchthelfer" Asylanten bei der illegalen Ein- und Durchreise in das Land. Nun werden die privaten Schlepper rechtlich vom dänischen Staat belangt. Ein Paar musste bereits 6.000 Euro Strafe zahlen, da sie Illegale von Deutschland mit dem Auto nach Dänemark und später nach Schweden transportierten.

230 Schlepper im Visier der Behörden

Insgesamt haben die dänischen Behörden 230 Personen im Visier, die vergangenes Jahr als Schlepper fungiert haben sollen. Alle haben "Flüchtlingen" bei der Einreise nach Dänemark beziehungsweise bei der Weiterreise nach Schweden geholfen. Die Argumentation der Justiz: Die Rechtssprechung mache keinen Unterschied zwischen Menschenschmuggel aus humanitären und aus finanziellen Gründen. Kritker verweisen nun auf die "Solidarität", die die dänische Gesellschaft gegenüber den Asylanten zeigte. Dafür dürfe man niemanden bestrafen.

Fakt ist, dass die dänische Polizei aufgrund des Migranten-Ansturmes auf Personenkontrollen an den Grenzen verzichtete und sowohl Schlepper als auch "Flüchtlinge" in vielen Fällen einfach weiterreisen ließ. Dabei hätten die Beamten jedoch sämtliche Migranten auf ihr Recht auf Asyl in Dänemark oder die Zurückweisung nach Deutschland hinweisen müssen. Darauf berufen sich nun die mutmaßlichen Schlepper.

Dänische Staatsbahn kommt ungeschoren davon

Die konservative dänische Volkspartei begrüßt eine Strafverfolgung gegen die "ehrenamtlichen Schlepper". Die Menschen hätten schließlich geltendes Recht gebrochen. Die Nichtbelangung der dänischen Staatsbahn wurde hingegen kritisiert. Diese ließ Migranten vergangenes Jahr gar kostenfrei durch Dänemark in Richtung Schweden reisen. Es sei "ein Skandal, dass es keine Konsequenzen gegen die Staatsbahnen gegeben habe", so Peter Kofod Poulsen von der dänischen Volkspartei. Diese habe immerhin massiven Menschenschmuggel betrieben.

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