Loch im Lebenslauf: Werner Faymanns Manko für einen Job in der Privatwirtschaft – Unzensuriert

Werner Faymann hat gut lachen: Als “Arbeitsloser” kommt er im Jahr dem Vernehmen nach auf 300.412 Euro.

Foto: Bild: Dieter Z. / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Loch im Lebenslauf: Werner Faymanns Manko für einen Job in der Privatwirtschaft

Kanzler werden ist nicht schwer, danach einen Job zu finden dagegen sehr. Für Werner Faymann dürfte die Privatwirtschaft tabu sein, weil dort wird ein ordentlicher, lückenloser Lebenslauf verlangt. Als Bundeskanzler war das egal, in seiner Biographie klaffte ein großes schwarzes Loch: Sieben Jahre, die der heute 56-Jährige nicht öffentlich machen wollte. Was wird Werner Faymann also in Zukunft machen? Er kann wieder nur auf der politischen Bühne einen Job finden und weiterhin unverschämte Gagen kassieren.

300.412 Euro "Arbeitslosengeld" für Faymann

Der Weg zum Arbeitsamt bleibt dem Sozialisten Faymann jedenfalls erspart. Solange er zuhause hockt und sich entspannt, kassiert er die volle Kanzlergage – angeblich zwölf Monate lang – weiter. Nimmt man die Politikergehälter vom Stand 1.1.2015 her, wären das 300. 412 Euro im Jahr. Das zahlen die Steuerzahler einem Mann, der ihnen die Flüchtlingskrise und eine noch nie da gewesene Rekordarbeitslosigkeit eingebrockt hat. Bleibt nur die Hoffnung, dass die roten Freunde bald einen Versorgungsjob für ihren Werner finden.

Höhere Weihen in Brüssel

Zeitungen spekulieren, dass Werner Faymann einen Job im EU-Bereich bekommen soll. Das kommt einem bekannt vor. Schon Alfred Gusenbauer, Faymanns Vorgänger, wurde nach dem Abgang für höhere Weihen in Brüssel gehandelt. Er schaffte es zunächst nur bis St. Pölten in die niederösterreichische Arbeiterkammer. Für ein kurzes Gastspiel, denn danach machten sich große Konzerne seine guten internationalen Verbindungen, die er als Kanzler notgedrungen hatte, zunutze.

Zick-Zack-Kurs in der Asylpolitik

Faymann könnte, so ein Gerücht, Donald Tusk als Präsident des Europäischen Rates nachfolgen. Dagegen spricht allerdings sein Zick-Zack-Kurs in der Asylpolitik – erst war Faymann ein Verfechter der "Willkommenskultur", dann für einen harten Kurs. In Brüssel sorgte das für Irritationen. Weshalb man einen Mann, der leicht einmal die Linie wechselt, nicht unbedingt haben möchte. Der Kurier hat aus Brüsseler Gewerkschaftskreisen das Gerücht aufgeschnappt, dass für Werner Faymann im Zuge des Ausbaus der Sozialunion ein gut bezahlter Job frei werden könnte.

Job als ÖBB-Manager wäre frei

Wirkliche Sorgen muss man sich um den einstigen Regierungschef gewiss nicht machen. Im schlimmsten Fall könnte er ja ÖBB-Manager werden, quasi im Tausch mit Christian Kern, der ihm als SPÖ-Chef und Bundeskanzler folgen soll. Gehaltsmäßig wäre das ein Gewinn für Faymann: Denn Kern soll derzeit auf kolportierte 700.000 Euro im Jahr kommen. Das wäre mehr als doppelt so viel wie der Bundeskanzler abkassiert. Weshalb sich die Frage aufdrängt, warum Kern den Job wechseln möchte? Auch einem unzensuriert.at-Leser kommt die Sache komisch vor: "Läuft hier was, von dem wir keine Ahnung haben?"

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