Auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater verlor eine Studentin die Fassung.

Foto: Bild: Gugerell / Wikimedia (gemeinfrei)
Studentin beschimpft Österreich als “Nazistaat” weil sie Hunde anleinen musste

„Österreich ist ein Nazistaat.“ Das sagte eine junge Frau aus Deutschland mitten in Wien zu einem Polizisten, als er sie bat, ihre Hunde an die Leine zu nehmen. Da im Prater gerade eine Laufveranstaltung der Feuerwehr stattfand, ordnete ein Inspektor die Einhaltung der Leinenpflicht an. Weil sich die 28-jährige Studentin allerdings weigerte und das Land auch noch beschimpfte, musste sie sich vor dem Richter verantworten. Der Fall erregte sogar trauriges Aufsehen im Ausland, wie diverse deutschsprachige Medien berichten.

Widersprüchliche Aussagen

Nach Angaben der Exekutive seien die Hunde nahe der Jesuitenwiese unangeleint bereits negativ aufgefallen. Zwar nicht aggressiv, aber hinderlich seien sie bereits mehreren Leuten hinterhergelaufen und hätten sie angesprungen. Nachdem zwei Polizeibeamte die junge Frau ermahnten, reagierte diese mit wüsten Beschimpfungen. Weil sie Österreich schließlich als „Naziland“ bezeichnete, musste sie sich vor Gericht wegen „Herabwürdigung des Staates und seiner Symbole“ verantworten.

Die betroffenen Polizisten schilderten der Richterin ebenso Schimpftiraden wie „Ihr Bullenschweine seids eh alle Nazis“ oder auch, dass Österreicher immer Nazis bleiben würden. Weil die Situation 45 Situation angedauert hatte und bis zu 500 Läufer die Eskapaden ebenfalls mitbekamen, sei eine breite Öffentlichkeit betroffen gewesen. Eine Freundin der Angeklagten schilderte, dass ihre Bekannte weinend unter einem Baum saß und die Polizei sie bedrohlich dort festhielt. Die diensthabenden Polizisten allerdings gaben an, dass die Frau sie mit Fäusten attackieren wollte.

Prozess vertragt

Der Prozess wird am 30. Juni fortgesetzt. Im Falle einer Verurteilung ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder ersatzweise einer Geldstrafe von 720 Tagessätzen zu rechnen.

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