Laut SORA-Umfrage: Mehrheit würde Flüchtlinge aufnehmen

Sieben von zehn Befragten fühlen sich verpflichtet, Menschen auf der Flucht aufzunehmen. Auch die Verteilung auf die österreichischen Gemeinden wird mehrheitlich befürwortet. Foto: unzensuriert.at
Sieben von zehn Befragten fühlen sich verpflichtet, Menschen auf der Flucht aufzunehmen. Auch die Verteilung auf die österreichischen Gemeinden wird mehrheitlich befürwortet.
Foto: unzensuriert.at
31. Mai 2016 - 13:00

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Eine dubiose Umfrage des SORA-Instituts wurde beim heutigen Mediengespräch des Wiener Bürgermeisters, der übrigens selbst reichlich zu spät auftauchte und daher nicht am Podium Platz nahm, präsentiert. Die Mehrheit der 1.054 befragten Personen streute der Flüchtlingswillkommenskultur in Österreich geradezu Rosen.

Sieben von zehn für Aufnahme von Flüchtlingen

Laut Umfrage fühlen sich sieben von zehn Befragten verpflichtet, Menschen auf der Flucht aufzunehmen. Ebenso viele wären angeblich vom Hass schockiert, den manche Menschen den Flüchtlingen entgegenbringen. Außerdem wird die Verteilung von Flüchtlingen auf die österreichischen Gemeinden entsprechend der Einwohnerzahl, von sieben der zehn Befragten unterstützt. Widersprüchlich ist da, dass vier von zehn Befragten meinen, dass sich Österreich zuerst um die Probleme im eigenen Land kümmern solle.

Zusammenleben mit Flüchtlingen funktioniert gut

80 Prozent der Befragten gaben übrigens an, dass in ihrer Wohngemeinde im letzten Jahr Flüchtlinge aufgenommen wurden. Von den 80 Prozent sollen 59 Prozent die Ansicht vertreten, dass das Zusammenleben in der Gemeinde gut funktioniere.

Die Umfrage wurde anlässlich des 66. Österreichischen Städtetags vom Österreichischen Städtebund in Auftrag gegeben und wird als SORA-Städtebarometer tituliert. Der Städtetag findet alljährlich statt. Die dreitägige Veranstaltung des heurigen Jahrs findet in Innsbruck statt und hat als Schwerpunktthema die „Aufnahme von Menschen auf der Flucht“. Die Umfrage dient offenbar den zahlreichen Politikern aus Österreichs Städten (es gibt rund 250 Mitgliedsstädte und Gemeinden), um ihnen die Willkommenspolitik für Flüchtlinge schmackhaft zu machen.  

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