Willkommenskultur-Beauftragte versuchen, Zustände in Asylheimen zu verschleiern.

Foto: Bild: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)
Aufregung um unangemeldeten Lokalaugenschein eines AfD-Abgeordneten in Asylheim

Im Asylantenheim der Schwarzwälder Kleinstadt Horb-Talheim geht es hoch her. Dies und so manch anderes hätte der CDU-Oberbürgermeister lieber im Verborgenen gelassen.

Asylheim-Besuch nur mit Polit-Funktionär erlaubt

Oberbürgermeister Peter Rosenberger tobt. „Das wird Konsequenzen haben, droht er in Richtung Gemeinderat Hermann Walz von der unabhängigen Liste. Dieser hatte sich nämlich erdreistet, ohne Rücksprache den Baden-Württembergischen AfD-Abgeordneten und Alterspräsidenten des Landtags Heinrich Kuhn zu einem Lokalaugenschein in das örtliche Asylantenheim einzuladen. Solche Besuche dürfen sonst nämlich nur nach Anmeldung und in Begleitung eines ausgewählten Politfunktionärs des Landkreises stattfinden. Aus gutem Grund, wie sich herausstellen sollte.

Albaner zeigen keine Integrationsbereitschaft

Die alte Grundschule der Stadt wurde zu einem Asylantenheim umfunktioniert. Einige der Fensterscheiben sind eingeschlagen. Belegt ist die Unterkunft hauptsächlich mit Albanern, gibt eine anwesende Helferin dem Abgeordneten Auskunft. Die seien schon seit 2014 hier, sagt sie. Doch erst vor drei Wochen hatten sie nach Interventionen von Gemeinderat Walz ihre Interviews zum Asylverfahren. „In Heidelberg wussten sie gar nicht, dass die hier sind", ergänzt die Helferin.

"Rambazamba" bis in die Nacht – Schlafen bis Mittags

Auf  Nachfrage sagt sie, dass einige der Albaner schon in ihrer Heimat arbeitslos gewesen seien. Den Deutschkurs würde keiner von ihnen besuchen. Ursprünglich war er für 10.00 Uhr vormittags angesetzt. Das war den Asylanten allerdings zu früh. Einige würden bis spät in die Nacht "Rambazamba" machen und dann bis mittags im Bett liegen, weiß sie zu berichten. Doch auch zum neuen Termin um 14.00 Uhr würde mittlerweile keiner mehr erscheinen. Auch zum freitäglichen Musikunterricht würde kaum einer kommen, denn dieser Termin kollidiert  mit den Öffnungszeiten der Kleiderkammer. „Die Angebote werden nicht ernst genommen. Lebensmittel aus dem Tafelladen werden von ihnen einfach weggeworfen. Man hat das Gefühl, da wird Wasser in den Bach getragen", stellt sie resignierend fest.

Landrat über unangemeldeten Besuch „sehr verwundert“

Landrat Klaus Michael Rückert zeigt sich hinsichtlich des unangemeldeten Besuches des AfD-Abgeordneten sehr verwundert. Abgeordnete würden die Flüchtlingsunterkünfte regelmäßig besuchen. Bei einer Anmeldung sei dann ein Vertreter des Landkreises dabei, der Informationen geben könne. Ein Hauch von Nordkorea schwebt über dem Deutschland der Angela Merkel. Oder wie stellt die Asylheimhelferin treffend fest: „Normalerweise darf niemand hinter die Kulissen schauen.“

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