Die Sanktionspolitik gegen Russland schädigt die deutsche Industrie massiv – ein Ende könnte nun bevorstehen.

Foto: Bild: Alexandergusev / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Deutsche Industrie: Russland-Sanktionen kosten Aufträge – und könnten Ende Juli auslaufen

Weiterhin nach unten zeigt das Auftragsbarometer der deutschen Industrie. Ursache dafür sind einmal mehr die Russland-Sanktionen, die den deutschen Auslandsaufträgen stark zusetzen. Durch den fehlenden Absatz auf dem russischen Markt gab das Exportgeschäft kräftig nach. Insgesamt schrumpften die Bestellungen aus dem Ausland um nicht weniger als 4,3 Prozent. Damit kam es zum stärksten Rückgang seit dem Juli 2015.

Russen warten auf Entscheidung der EU-Staaten

Während die Aufträge aus dem Euro-Raum um 2,5 Prozent anstiegen, sanken sie aus dem Nicht-Euroraum um nicht weniger als 8,3 Prozent. Branchenmäßig waren davon vor allem die Maschinen- und Investitionsgüterindustrie betroffen, die gleich um 6,1 Prozent weniger Auslandsaufträge erhielt.

In Russland wartet man nun auf eine Entscheidung der Europäischen Union in Sachen Sanktionspolitik. Die gegen Russland verhängten Sanktionen würden eigentlich am 31. Juli 2016 auslaufen. Über eine Verlängerung sollen die EU-Länder auf ihrem Gipfeltreffen am 28. und 29. Juni beraten. Im Kreis der EU-Mitgliedsstaaten wuchs zuletzt die Bereitschaft, über ein zumindest teilweises Auslaufen der Sanktionen konkret zu beraten. Die  Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Valentina Matwijenko, wird dazu auf dem Online-Dienst Sputnik News  folgendermaßen zitiert:

Die Sanktionen sind das Problem jener, die sie verhängt haben. Nun löffeln sie voll die Problem-Suppe aus, die sie durch unsere Antwortsanktionen bekommen haben.

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