Sogar in ORF-Nachrichten: Heimische Medien berichten euphorisch über Ramadan-Beginn | Unzensuriert.at

Sogar in ORF-Nachrichten: Heimische Medien berichten euphorisch über Ramadan-Beginn

Heimische Medien begrüßen den Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan mit Euphorie. Foto:  DVIDSHUB / flickr (CC BY-SA 2.0)
Heimische Medien begrüßen den Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan mit Euphorie.
Foto: DVIDSHUB / flickr (CC BY-SA 2.0)
6. Juni 2016 - 17:43

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Rund zwei Millionen Menschen in Österreich stehen täglich in der Früh mit dem Ö3 Wecker auf - was den ORF-Sender zum beliebtesten Frühstücksbegleiter des Landes macht. Dabei hat man am Montag in den Nachrichten um 8:00 Uhr ausführliche Informationen über den moslemischen Fastenmonat Ramadan quasi zum Frühstückskipferl mitserviert bekommen. So manchem mag dabei Selbiges, selbst mit viel Kaffee, nur schwer die Kehle hinunter gerutscht sein. In diesem Falle wurde der ORF seinem „Kulturauftrag“, mit dem ja unter anderem auch die allseits „geschätzten“ GIS Gebühren argumentiert werden, vollends gerecht.  

„Informationsneutral“  und unabhängig wie man ist, wurde damit auch gleich eine Brücke zu unseren moslemischen Mitbürgern geschlagen. Der Österreicher ist damit auch gleich umfassend informiert und wundert sich vielleicht nicht, wenn ihm im kommenden Monat ein paar Dinge seltsam vorkommen mögen.

Der Ramadan und seine möglichen Auswüchse

Nun ein paar Fragen wären da doch noch in der Hinterhand, deren Beantwortung vielleicht auch diskutierenswert wäre. Im Ramadan, sind nur Schwangere, chronisch Kranke und Kleinkinder vom Fasten, das von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dauert, ausgenommen. Es darf weder Flüssigkeit noch Essen zu sich genommen werden. Wie sieht es denn da mit jenen aus, zum Beispiel als Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel, Taxilenker oder medizinisches Personal möglicherweise mangels Flüssigkeitszufuhr oder Unterzuckerung ihren Tätigkeiten nicht mehr im vollen Umfang nachkommen können? Sei es durch Dehydrierung oder Mangel an Konzentrationsfähigkeit, bedingt durch rigoroses Fasten.

Soll man mit einem Taxler fahren, der fastet?

Nicht wissend, wie derlei in der Scharia geregelt wird, wird sich unsere Gesetzgebung diedsbezüglich für die Zukunft noch einiges überlegen müssen. Noch ist ja nichts passiert, aber zu gegebenem Anlass wird sich dann schon eine neue, migrationsfreundliche Idee finden. Sollte man allerdings einen Taxilenker vor dem Betreten des Fahrzeuges fragen, ob er denn auch den Ramadan einhält, könnte einem das schnell als fremdenfeindlich ausgelegt werden. Also dann „probier ma`s halt“, frei nach dem Motte „no risk, no fun“.

Kurier informiert ebenfalls rührend über Ramadan

Auch der Kurier hat in seiner heutigen Onlineausgabe mit Informationen zum scheinbar staatstragenden und unerlässlich wichtigen Thema Ramadan einiges zu berichten, etwa unter dem Titel „12 Fakten zu Fastenmonat Ramadan“. Recht aufgehübscht mit netten Bildchen von festlich gekleideten Türken, verhüllten kleinen Mädchen, Kamelen in der Wüste, diversen urlaubsähnlichen Landschaftsaufnahmen, und natürlich darf der deutsche Fussballer Mesut Özil da nicht fehlen, der vor kurzem eine Pilgerreise nach Mekka unternahm. Selbstverständlich ist auch ein Bild der neuen Ausgabe des “edlen Koran“ unter der Bilderflut.

Truppenübung zur Verteidigung eines Flüchtlingslagers

Dem nicht genug, konnte man weiters in den heutigen ORF-Ö3-Nachrichten erfahren, dass  in den Tuxer Alpen dieser Tage eine sogenannte internationale Truppenübung stattfindet. Von den an dieser Übung beteiligten 1.200 Soldaten sind auch Militärangehörige aus verschiedenen europäischen Nationen wie Deutschland, den Niederlanden, Polen oder Belgien. Der Annahmefall der Übung ist die militärische Verteidigung eines Flüchtlingslagers gegen Angreifer. Wer diese "Angreifer" sein sollen, wurde nicht erklärt - aber irgendwie kommt der unangenehme Verdacht auf, dass hier Soldaten dazu ausgebildet werden, notfalls gegen die eigene Bevölkerung anzutreten.

Ö3-Eigenlob:"Gelungener Start in den Tag"

Abschließend sei noch erwähnt, dass sich Ö3 auf seiner Seite damit rühmt, „neben bester Musik zum Aufstehen (täglich die gleichen Songs in anderer Reihenfolge) auch alle Infos, die man für einen gelungenen Start in den Tag braucht“, geliefert bekommt. Selbstredend gibt es auch den Download des Ö3 Weckers dort gratis. Bleibt nur zu hoffen, dass der dann nicht bald durch den Ruf des Muezzins ersetzt wird. Mein idealer Start in den Tag sieht anders aus.  

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