Chinesen kaufen Europas Traditionsklubs auf: Nun gehört ihnen auch der FC Inter Mailand

Der traditionsreiche FC Inter Mailand spielt zukünftig unter chinesischer Flagge - und er ist nicht der einzige. Foto: oscar federico bodini / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Der traditionsreiche FC Inter Mailand spielt zukünftig unter chinesischer Flagge - und er ist nicht der einzige.
Foto: oscar federico bodini / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
8. Juni 2016 - 8:34

Paukenschlag im italienischen Fußballgeschäft wenige Tage vor der Fußball-Europameisterschaft: Der chinesische Elektrohändler Suning Commerce hat in einem Übernahmecoup den Traditionsklub Inter Mailand mehrheitlich übernommen.  Für 270 Millionen Euro sicherten sich die Chinesen 70 Prozent der Inter Mailand-Aktien.  Hinter Suning Commerce steht wiederum der Internethandelskonzern Alibaba.

Damit die Chinesen einsteigen konnten, musste der frühere Inter Mailand-Präsident Massimo Moratti seinen Anteil abgeben, die verbleibenden Anteile hält weiterhin der amtierende Klub-Präsident Erick Thohir.

Chinesen wollen Inter Mailand als Flaggschiff verwenden

Die Chinesen haben weniger sportpolitische als wirtschaftspolitische Interessen bei ihrem Engagement im Fußballgeschäft. Neben dem Neuzugang Inter Mailand halten chinesische Anteilseigner auch die Mehrheit am spanischen Fußballklub Espanol Barcelona und an Aston Villa in England. Gleichzeitig sind sie Minderheitenaktionäre an Manchester City und Atletico Madrid.

Inter Mailand könnte bald Konkurrenz bekommen, denn chinesische Investoren interessieren sich auch für den lokalen Fußball-Rivalen AC Mailand als Anlageobjekt. 

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