In nächster Zukunft bitte keine Nationalmannschaften der einzelnen EU-Länder mehr!

Foto: Bild: Bundesarchiv, Bild 183-N0716-0314 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0
Gedanken zur Fußball-EM aus der Sicht des unabhängigen Noch-Nicht-Präsidenten

Als gute Staatsbürger müssten wir uns Sorgen machen, wie der Unabhängigste der Unabhängigen, also der Noch-Nicht-Präsident, seine Tage bis zur Vielleicht-Angelobung am 8. Juli hinbiegt, damit ihm derweil nicht fad wird.

Kommentar von Unzensurix

Eventuell könnte man ihm raten, einen Schauspielkurs zu besuchen, wo er lernt, sein linksgrünes Mäntelchen besser hinter seiner Unabhängigkeit zu verstecken. Allerdings sollten wir einem alten Mann die Muße geben, es sich auf seiner Couch, den Aschenbecher in Griffweite, gemütlich zu machen, um das zu tun, was den meisten Österreichern derzeit im Sinn steht…, nämlich im Patschenkino Präsident Fußball…, äh pardon…, König Fußball zu huldigen!

Unnötigerweise viel zu viele sogenannte Nationen

Freilich können wir nicht wissen, wie es einem Protagonisten der "Vereinigten Staaten von Europa" dabei geht, wenn er sieht, wie viele europäische Bundesländer da unnötiger Weise gegeneinander spielen. Bereits im Eröffnungsspiel trafen zwei Mitgliedsstaaten (Frankreich und Rumänien) aufeinander und so geht es dann nahezu in einem Fort weiter. Selbst die Österreich-Gruppe besteht aus drei EU-Gebieten mit eingeschränkter Souveränität, die völlig pleonastisch einzeln gegen diesen Inselstaat, der es sogar gewagt hatte, die EU-Verhandlungen zu canceln, spielen. Auch wenn dabei drei Siege rauskämen, was man in Anbetracht der isländischen Renitenz unbedingt fordern muss, ist es doch vollkommen EU-kontraproduktiv, wenn jedes einzelne Land, welches sowieso bald seine Nationalität aufgeben muss, eine Nationalmannschaft stellt.

Nebraska gegen Montana

Man sollte sich dazu das Tohuwabohu vorstellen, das es in einem gleichgearteten Fall beim CONCACAF Gold Cup, dem kontinentalen Turnier der Fußballnationalmannschaften von Nord-, Mittelamerika und der Karibik, gäbe. Da würde man plötzlich Länderspiele mit etwa folgenden Paarungen, North Dakota gegen South Carolina oder Nebraska gegen Montana zu sehen bekommen und nicht die stolze und ganze USA, die es in ihrer Einheitlichkeit geschafft hat, ihr gesamtes riesiges Land mit einer Fastfood-Hochkultur zu überziehen, die einem TTIP-Anhänger das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt!

Außerdem ist durch ihre Größe relativ sicher gegeben, dass die USA gegen die meisten anderen Mitspieler dieser Meisterschaft, wie Trinidad und Tobago oder Haiti haushoch gewinnt und somit ihre sportliche Überlegenheit überwältigend demonstriert. Dass Mexiko dennoch die meisten Gold Cup Erfolge vorweisen kann, könnte dadurch gelöst werden, dass man a la longue das Land entweder mit einem neuen und wirksameren Freihandelsabkommen als NAFTA US-amerikanisch kolonisiert oder mit so ernsthaften Sanktionen bedenkt, dass dort niemand mehr Freude am Fußballspiel hat.

Bei der nächsten Europameisterschaft ist alles anders

So kann man ernsthaft hoffen, dass bereits bei der nächsten Fußballeuropameisterschaft 2020, die gar nicht mehr in einem einzelnen Staat, sondern in 13 europäischen Städten in 13 europäischen Ländern stattfindet, eine EU-Einheitsmannschaft (statt der Nationalmannschaften ihrer Mitglieder) einläuft, die dann in jeder Stadt einen glänzenden Sieg für die gesamteuropäische Idee einfährt. Liechtenstein, San Marino und Andorra (bis dahin sicher noch außerhalb der EU) werden dann würdige Gegner sein. Und damit nicht das Unvorhergesehene passiert und das relativ große Russland seine Partie in Sankt Petersburg gewinnt, wird die UEFA Wege finden, dieses Land rechtzeitig vor Beginn der Meisterschaft auszuschließen.

Und die EU hat dann auf allen Ebenen, auch im Fußball, wieder einmal gewonnen! Darüber darf sich der Noch-Nicht-Präsident jetzt schon freuen, auch wenn er nach dem 8. Juli noch weiter seiner Präsidentschaft harren müsste. Aber da kommen ja bereits die Olympischen Spiele…

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