Junge Grüne fordern Verbot von Deutschlandfahne bei EM | Unzensuriert.at

Junge Grüne fordern Verbot von Deutschlandfahne bei EM

Eher nicht Mehrheitsfähig: Die "Jungen Grünen" Deutschlands fordern landesweites Beflaggungsverbot während der EM. Foto: Photocapy / flickr (CC BY-SA 2.0)
Eher nicht Mehrheitsfähig: Die "Jungen Grünen" Deutschlands fordern landesweites Beflaggungsverbot während der EM.
Foto: Photocapy / flickr (CC BY-SA 2.0)
13. Juni 2016 - 13:34

Einen handfesten Polit-Skandal lieferte sich die Grüne Jugendorganisation Rheinland-Pfalz. Diese forderte nämlich ein generelles, deutschlandweites Beflaggungsverbot während der Fußball EM, wie der Bild online zu entnehmen ist. Sonntag Abend startete die Deutsche Mannschaft mit ihrem Auftaktspiel gegen die Ukraine in die Europameisterschaft (und gewann mit 2:0) - und ganz Deutschland fieberte mit. Ganz Deutschland? Nein, ein kleines „gallisches Dorf“ namens "Junge Grüne" lehnte sich gegen das eigene Volk auf.

Junge Grüne: "Alles Patriotische grenzt andere aus"

Autos, Häuser, Schrebergärten und Wohnzimmer werden derzeit in Deutschland beflaggt und in schwarz-rot-gold geschmückt. Immerhin sind unsere Nachbarn ja vierfacher sowie amtierender Weltmeister, und mag das so manchen Österreicher auch ein wenig schmerzen, die Euphorie sei ihnen von Herzen vergönnt. Deutschland feiert und fiebert, ganz patriotisch und farbenfroh, wie das zu solchen Anlässen üblich ist. Dies allerdings ist den Jungen Grünen ein Dorn im Auge. Auf ihrer Facebook-Seite mahnen die linken Nachwuchspolitiker eindringlich:

Nationalismus ist eine Form von Patriotismus. Wer sich als patriotisch definiert, grenzt Andere aus. Die Wirkung von Patriotismus hat immerzu Konsequenzen und wird besonders dort deutlich, wo er sich als aggressive Form darstellt und das Andere als Feind stigmatisiert. Zur Fußballeuropameisterschaft fordern wir alle Fans dazu auf, nationalistischem Gedankengut keinen Raum zu lassen! Fußballfans Fahnen runter!

Deutsche empört über Grünen-Aktion

In Deutschland ist der Aufruhr groß, ein "Shitstorm" war die Antwort auf die Posse der Grünen. Inzwischen kann die Webseite der Jungen Grünen nicht mehr aufgerufen werden. Da haben die Realitätsfernen wieder einmal kräftig über das Ziel hinaus und damit wohl den Vogel abgeschossen. Schlussfolgern könnte man daraus, dass es augenscheinlich im Sinne der jungen, linken Garde zu sein scheint, Veranstaltungen wie EM, WM und dergleichen gänzlich abzuschaffen.

Dass da eine ganze Industrie dahinter steht, ist Nebensache, was kratzt die Links-Linken schon der schnöde Mammon oder die wirtschaftliche (Fehl-)Entwicklung, so lange diese angeblich "nationalistisch" ist. Protestiert wird nicht gegen korrupte FIFA- und UEFA-Manager oder überteuerte Übertragunsrechte und Eintrittskarten, sondern gegen deutsche (und andere) Fahnen.

Bereits in Vergangenheit Grüner-Skandal um deutsche Fahne

Bereits im Jahr 2008 sorgten junge Grüne bei einem Parteikongress für einen Eklat. Damals hatten sich drei junge Männer erdreistet, mit teilweise heruntergelassenen Hosen auf eine Deutschlandfahne zu urinieren, wie der Spiegel Online berichtet. Dieser Skandal wurde dann auch noch frisch-fröhlich auf der Webseite der grünen Nachwuchsrecken veröffentlicht. Die Mutterpartei der Grünen ist seither eifrig um Schadensbegrenzung bemüht und distanziert sich von ihrer Nachwuchsriege. Das Verhalten der „Jung Grünen“ sei, so die Grünen Deutschland, „unterirdisch“ und „absolut nicht hinnehmbar“.

Flaggen-Entehrung ist Straftatbestand nach deutschem Recht

Ein solches Verhalten erfüllt in vielen Ländern dieses Globus einen eindeutigen Straftatbestand. Etwa wegen Vaterlandsverrats, Fahnenschändung oder Verunglimpfung von Staatssymbolen. Möglicherweise aber nicht in unserem "Wir schaffen das“-Nachbarland. Konsequenzen gab es damals nämlich keine, obwohl es hierzu in Deutschland den uninterpretierbaren Paragraphen 90a des Strafgesetzbuches gibt. Dieser sieht ein Strafmaß von bis zu drei Jahren Haft für „Verunglimpfung der Deutschlandfahne“ vor.

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Es reicht! Keine Leserkommentare mehr auf Unzensuriert, dafür Aktion Hassmelder