Britische Fussbalfans zogen den Zorn muslimischer Migranten in Marseille auf sich, als sie Anti-IS Parolen skandierten.

Foto: Bild: WSCsm / twitter Screenshot
Migranten in Marseille zetteln Fan-Krawalle bei Fussball-EM an

In den Medien wird seit Tagen von anhaltenden Zusammenstößen verschiedener Fangruppierungen im französischen Marseille und auch in Nizza im Rahmen der Fussball-Europameisterschaft 2016 berichtet. Immer wieder ist von äußerst gewaltbereiten russischen und englischen Fans zu lesen. In Wirklichkeit dürften aber die meisten Massenschlägerein in den Fanzonen von muslimischen Migranten angezettelt worden sein. Bereits bei der WM 1998 in Frankreich war dies der Fall.

Migranten attackieren England-Fans nach Anti-IS Chören

Am alten Hafen hatten sich im Vorfeld der England-Partie gegen Russland britische Fans eingefunden und im betrunkenen Zustand "ISIS where are you?" skandiert. Da rund ein Drittel der Bewohner Marseilles Muslime sind, ließ die Antwort gewaltbereiter Jugendlicher aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum nicht lange auf sich warten. Es kam zu Massenschlägerein, bei denen die Polizei mit Tränengas gegen die Gruppierungen vorgehen musste. Auch ein Lokal, in dem sich England-Fans befanden, wurde von einer 20 bis 30 Mann großen Gruppe "einheimischer" Jugendlicher attackiert.

Französische wie internationale Medien berichteten anschließend von Zusammenstößen mit lokalen Fangruppierungen und russischen Fans. Diese fanden zwar später im Stadion statt, jedoch war kein Wort von der Involvierung muslimischer Jugendlicher in der Stadt zu lesen.

Russland als Sündenbock

Nach den heftigen Zusammenstößen, wurden sowohl von den Medien als auch der UEFA Russland und dessen Fans zum Sündenbock degradiert. Die UEFA droht nun bei neuerlichen Ausschreitungen gar mit einem Ausschluss Russlands, mittlerweile auch Englands, vom Fussball-Turnier in Frankreich.

Dabei gab es ähnlich schwere Ausschreitungen bereits in der Vergangenheit. Bei der Fussball-Weltmeisterschaft 1998 attackierten ebenfalls in Marseille dutzende tunesische Fans gemeinsam mit nordafrikanischen Einwanderern englische Fussballfans. Die Straßenkämpfe hielten damals über zwei Tage an.

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