Mittelmeerroute: Frontext warnt vor 300.000 reisenden Afrikanern

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex schätzt, dass heuer rund 300.000 Bootsflüchtlinge von Libyen aus über das Mittelmeer in die EU kommen werden. Foto: Mstyslav Chernov/Unframe / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Die europäische Grenzschutzagentur Frontex schätzt, dass heuer rund 300.000 Bootsflüchtlinge von Libyen aus über das Mittelmeer in die EU kommen werden.
Foto: Mstyslav Chernov/Unframe / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
20. Juni 2016 - 12:26

Die Obergrenze für Flüchtlinge ist diversen Rechnungen zu Folge bereits überschritten. Die Grenzschutzagentur Frontext warnt nun jedoch vor einem erneuten Ansturm. Diesmal sollten allerdings keine Scharen von Syrern mehr kommen, sondern 300.000 Menschen aus Libyen. „Wir gehen von 10.000 Ausreisen pro Woche aus Libyen aus", wird Frontex-Direktor Klaus Rösler in der deutschen Bild zitiert. Vorwiegend sollten die Massen über das Mittelmeer kommen, wo wieder erneute Katastrophen befürchtet werden.

Kein Kriegsgrund

Während es am Wochenende zu massiven Ausschreitungen im französischen Calais gekommen ist, weil Flüchtlinge versuchten schwimmend eine Fähre zu kapern, droht die nächste Welle der Zuwanderung von Süden zu kommen. Über das Mittelmeer werden etwa 300.00 Afrikaner erwartet, welche mittels Schlepperei nach Europa gelangen sollten.

Auslöser für die erneuten Hochzahlen an illegalen Einwanderern dürfte die liberale Haltung der EU in Fragen Seenot sein. Weil Schlepperbanden und Asylwerber ohnehin davon ausgehen, von den italienischen Behörden und ihren Unterstützern gerettet zu werden, nehmen sie Migration aus rein wirtschaftlichen Gründen in Kauf.

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