TU Wien wirft eigene Studenten von der Uni, weil diese Studentenverbindungen angehören

An der TU Wien kam es zu einer massiven Diskriminierung von Studenten Foto: TU Wien
An der TU Wien kam es zu einer massiven Diskriminierung von Studenten
Foto: TU Wien
23. Juni 2016 - 16:40

Ein absoluter Skandal ereignete sich gestern Mittwoch gegen 12 Uhr im Innenhof der Technischen Universität (TU) Wien. Einige Studenten verschiedenster Studentenverbindungen machten sich zum wöchentlichen und traditionellen Burschenschafter-Bummel auf. Als die Studenten im Innenhof der TU ankamen, wurden sie auch schon von aggressiven, gegen die Korporierten hetzenden Linksextremisten empfangen, berichten Augenzeugen. Danach kamen schon Sicherheitsleute angerannt. Aber anstatt die provozierenden Antifa-Extremisten wegzuschaffen, ging man auf die friedlichen Studenten der Studentenverbindungen zu und meinte, dass diese hier nicht gedulded seien, dafür gäbe es auch eine Weisung des Rektorats.

Einige Studenten zeigten sogar ihren Studentenausweis der TU Wien her, doch das dürfte den dann schon herbeigerufenen Sicherheitschef der TU nicht interessiert haben. In weiterer Folge wurden die TU Studenten inklusive der anderen Studenten, die zur Gruppe der Studentenverbindungen gehörten, hinausgeworfen. 

"Berufen hat er sich dabei darauf, dass er in Vertretung des Rektorats eine Weisung erteilt", so der Wiener Landesvorsitzende des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) Markus Ripfl, der selbst anwesend war gegenüber unzensuriert.at. Die Linksextremisten hingegen, die dann sogar schon mit einem Transparent ausgestattet waren, wurden nicht von den Liegenschaften der TU geworfen.

TU Hausordnung verbietet keine Studentenverbindungen

Wir haben in der Hausordnung der TU nachgesehen und dazu nur folgenden Paragrafen entdeckt:

(1)  Der Zutritt zu den öffentlich zugänglichen Bereichen der Universitätsliegenschaften ist jeder Person während der gesamten Öffnungszeit zu den Bedingungen der gegenständlichen Hausordnung gestattet. Die Aufsicht darüber obliegt generell dem Sicherheitsdienst und den jeweiligen Organisationseinheiten. Da die Mitglieder der verschiedenen Studentenverbindungen offenbar nicht gegen die Hausordnung verstoßen haben ist es interessant wieso diese hinausgeworfen wurden. Immerhin wird in der Hausordnung auch betont, dass immer  auf Verhältnismäßigkeit wert zu legen ist.

RFS will Diskriminierung von Studenten nicht hinnehmen

Augenzeugen berichten, dass die Sicherheitsleute sich sogar auf das Aussehen und Auftreten der Korporierten bezogen, richtige Argumente soll es hingegen keine gegeben haben.

Ripfl verspricht hingegen der Sache weiter auf den Grund zu gehen: "Wir werden das Rektorat jetzt kontaktieren, denn dieses Verhalten ist nicht tragbar. Gerade die Universität sollte ein Ort der Meinungsfreiheit sein, dass ganze Gruppen von Studenten schikaniert werden, das werden wir nicht dulden", kündigt der RFS Obmann weitere Schritte an.

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