Staatszeitung verharmlost Dominanz afrikanischer Drogenhändler

Eine tendenziöse Karikatur begleitet den beschönigenden Beitrag zum Drogenhandel durch Schwarzafrikaner. Foto: unzensuriert.at
Eine tendenziöse Karikatur begleitet den beschönigenden Beitrag zum Drogenhandel durch Schwarzafrikaner.
Foto: unzensuriert.at
24. Juni 2016 - 13:30

Es ist wirklich erstaunlich, wie es manche linksorientierte Journalisten schaffen, Tatsachen einfach zu leugnen und jene zu beschimpfen, die davon aus erster Hand berichten. Eines der führenden Organe in solch tendenziöser Tatsachenverdrehung ist das Staatsorgan Wiener Zeitung, das seit dem erzwungenen Abgang des journalistisch korrekt agierenden Chefredakteurs Andreas Unterberger im Jahr 2009 zum tiefroten Propagandablatt mit Amtscharakter mutiert ist. Noch schlimmer erscheint nur noch die Rolle des Koalitionspartners ÖVP, der die älteste existierende Tageszeitung der Welt seither - kampflos - den Rot-Grünen überlässt.

Amtliche Ideologie statt seriöser Recherche

Ein Musterbeispiel ist der in der Dienstag-Ausgabe bereits auf der Titelseite unter „Schwarzmalerei“ groß angekündigte Bericht auf Seite 23. Unter dem Titel „Der schwarze Drogendealer“ versucht Autorin Solmaz Khorsand hier ideologisch verkrampft und völlig ohne Sach- und Fachkenntnis, die dominante Rolle afrikanischer Drogenhändler (nicht nur) in Österreich kleinzureden. Alleine die öffentliche Nennung der Täter als Afrikaner sei laut Wiener Zeitung ja schon verwerflich, weil "diskriminierend".

Afrikaner reden afrikanische Kriminelle schön

Natürlich dürfen im Bericht über die eh gar nicht so bösen oder vielleicht gar nicht existenten afrikanischen Drogenhändler anklagende Worte von - erraten: ebenfalls aus Afrika stammenden - Journalisten-Kollegen nicht fehlen. Denn die heimische Journalistik habe einfach nicht gelernt, nicht diskriminierend vorzugehen“, behauptet einer davon. So als ob die Nennung der Täter eine Diskriminierung wäre. Eine Kollegin beklagt, dass das „selbst in den Qualitätsmedien nicht hinterfragt und in keinen Kontext gestellt wird. Man merkt einfach, dass die Leute keine Lust haben, sich differenziert mit dem Thema auseinander zu setzen.“ In diesem Stil geht es einseitig auf einer ganzen Seite weiter.

Polizei-Daten werden als fragwürdig hingestellt

Wer nicht zu Wort kommt, sind jene, die in dieser Sache jahrzehntelange äußerst differenzierte Erfahrung haben und unmittelbar ins Geschehen eingebunden sind – nämlich die Spezialisten der Polizei, die Drogenfahnder. Die kommen in besagtem Artikel nur als Lieferanten fragwürdiger Daten und Akteure in umstrittenen Fahndungs-Aktionen vor. Dabei berichten Kriminalisten und Szenekenner bereits seit rund 20 Jahren von „einer monopolartigen Vormachtstellung schwarzafrikanischer Täter, in erster Linie Nigerianer, vor allem im Bereich der harten Drogen“, wie man selbst in Publikationen des Innenministeriums nachlesen kann.

Nigerianer-Mafia dominiert Drogenszene seit 20 Jahren

Tatsächlich dominiert die nigerianische Mafia vor allem von Brasilien aus, wo rund 200.000 Exil-Nigerianer leben, das internationale Drogengeschäft. Das vor allem aus Kolumbien stammende Kokain wird in meist kleineren Frachtern oder Yachten Richtung spanischer Küste verschifft, wo es dann zum ersten Mal gestreckt und weiter nach ganz Europa verteilt wird. Wenn der Stoff in Österreich ankommt, hat er eine Reinheit von etwa 60 Prozent. Das, was Käufer entlang der Wiener U6, eingeschweißt in kleine Plastikkugeln, bekommen, hat laut aktuellen Polizeiuntersuchungen einen Reinheitsgrad zwischen gerade einmal zwölf bis 35 Prozent. Man kann sich also die Gewinnmargen vorstellen.

Gewinne gehen fast unkontrollierbar nach Übersee

Da die Verkäufer ihre Gewinne meist via „Western Union“ in ihre Heimat senden, wo damit oft Traumvillen und ähnliches gebaut werden, kann ihnen die Polizei selten größere Erträge nachweisen. Denn die Exekutive bekommt nur in Ausnahmefällen und nur anhand ganz konkreten Verdachts Einblick in die Daten der Laufkundschaft.

Afrikaner führten den Straßenhandel bei uns erst ein

In "multikriminellen" Städten wie Amsterdam saß die nigerianische Mafia bereits Anfang der 1990er-Jahre fest im Drogen-Sattel; in Wien startete sie die Übernahme des bis dahin in den Händen meist österreichischer Selbstversorger liegenden Marktes ab 1994 und eroberte die Szene rasant. Wo es davor lediglich intime, sehr private Zirkel von Drogenlieferanten und -konsumenten gab, die sich in der Regel in Wohnungen oder verschwiegenen Lokalen trafen, da verscherbelten plötzlich Afrikaner ungeniert auf der Straße ihre Ware. Vor allem Kokain galt bis dahin in Drogenzirkeln als Rarität.

Zu Kokain kam rasch Heroin

Und weil viele Konsumenten das aufputschende, kalte Koks gerne mit dem beruhigenden, warmen Heroin zu sogenannten „Speed Balls“ mischen, um vom Koks-Rausch besser herunterzukommen, hatten die Straßenhändler neben Kokain bald auch braune Kugerln mit Heroin im Mund (um sie im Falle einer Polizeikontrolle schnell schlucken zu können). Heroin wiederum wird zu fast 98 Prozent des Weltbedarfes in Afghanistan aus der Schlafmohn-Pflanze gewonnen und gelangt – wie die Migranten – meist entlang der Balkanroute nach Europa. Daher mischen im Transportgeschäft (seltener im Detailhandel) auch Türken, Mazedonier und Serben mit.

Weiße Österreicher nur als Kunden oder Vermittler aktiv

Das große Geschäft mit den harten Drogen auf den Straßen und auch im Hintergrund jedenfalls liegt in den Händen der Schwarzafrikaner, vor allem der Nigerianer, das ist ein Faktum, auch wenn Frau Khorsand das nicht glauben mag. Weiße und vor allem autochthone Österreicher kommen in den Kriminalstatistiken lediglich als (oft abhängige) Kunden vor. Bietet tatsächlich ein Österreicher Drogen oder eher die "Connection" zu einem Händler an, dann spielt er in der Regel die Rolle des Vermittlers für einen Afrikaner und wird dafür mit ein paar kleinen Drogen-Kugeln für den Eigenbedarf als Provison belohnt.

Beim Cannabis dominieren Nord-Afrikaner

Im Bereich leichter Drogen wie Cannabis/Haschisch/Marihuana spielen lokale Züchter von Hanfpflanzen in abgedunkelten Wohnungen oder auf entlegenen Bauernhöfen eine gewisse Rolle, das große Geschäft auf der Straße machen aber ebenfalls Afrikaner, vor allem aus den Maghreb-Ländern.

Praxisnahe Recherchen bestätigen Polizeiberichte

Diesbezügliche Berichte der Drogenfahnder sind zudem ganz einfach nachzuprüfen – etwa wenn man sich im Zuge praxisnaher Recherchen selbst einen Überblick an den Brennpunkten des Drogenhandels verschafft. Nach der kürzlich erfolgten Verschärfung des Suchtmittelgesetzes (SMG) konnte die Polizei zwar die allzu dreiste Szene direkt an den U-Bahn-Stationen zerschlagen, wer aber nur ein paar Schritte weiter geht, der wird schon in den Seitengassen entlang des Gürtels rasch wieder fündig.

Er findet dort – oder woanders – jede Art von Drogen, aber eines ganz sicher nicht: weiße Drogenhändler.

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