Asylwerber wollen in Bayern komfortablere Unterkunft erzwingen – Behörde bleibt hart

Unzufriedenheit und Undankbarkeit sind unter „Flüchtlingen“ weit verbreitet (Symbolfoto). Foto: Ggia / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Unzufriedenheit und Undankbarkeit sind unter „Flüchtlingen“ weit verbreitet (Symbolfoto).
Foto: Ggia / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
26. Juni 2016 - 13:00

40 Asylwerber sind in einem ehemaligen Hotel im bayrischen Ruhpolding untergebracht. 27 jungen Männern war die Unterkunft jedoch nicht standesgemäß genug und sie zogen aus Protest aus.

Unterkunft nicht gemütlich genug

Bereits Anfang Juni haben 27 Afghanen und Pakistani ihre zugewiesene Unterkunft in Ruhpolding verlassen. Anscheinend waren die „Flüchtlinge“ in ihren Heimatländern einen höheren Lebensstandard gewohnt, als jenen, den sie nun in Deutschland erdulden müssen. Um standesgemäß untergebracht zu werden, hausen sie aus Protest seither unter einem Blechdach vor der Münchner Bayernkaserne. Sie hätten es in ihrem Quartier nicht mehr ausgehalten, beklagen die aus dem Hindukusch und Umgebung vertriebenen "Wissenschaftler und Raketentechniker". „Ekliges Essen“ wäre ihnen vorgesetzt worden. Auch ihre Wohnräume im Kellergeschoß sowie der harsche Umgangston wären unzumutbar.

Vorwürfe stellen sich als unbegründet heraus

Bei den zuständigen Behörden scheinen die derart gequälten „Flüchtlinge“ jedoch auf Granit zu beißen, denn die Vorwürfe haben sich nach einer Überprüfung durch das Landratsamt als haltlos erwiesen. Folglich weigern sich die Behörden, den Forderungen der Unzufriedenen nachzukommen. Man wolle keinen Präzedenzfall für andere Asylwerber schaffen. Gegenüber der Heimatzeitung teilte Pressesprecherin Gabriela Große-Holthaus mit, "dass für den Zeitraum, den die Asylbewerber nicht in der ihnen zugewiesenen Unterkunft verbringen, keine Sozialleistungen und kein Taschengeld ausbezahlt werden". Eine Umverteilung in eine andere Unterkunft erfolge nur in begründeten Ausnahmefällen, die hier jedoch nicht ersichtlich seien.

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