36 Jahre im EU-Parlament hinterlassen Spuren: Elmar Brok (links) hat mit Demokratie ähnlich viel am Hut wie Jean-Claude Juncker

Foto: Bild: European People s Party - EPP Summit, Brussels, July 2015 / Wikimedia (CC BY 2.0)
Nach 36 Jahren im EU-Parlament: Eurokrat Brok nimmt Brexit-Votum nicht ernst

Während die einen – allen voran die Ober-Eurokraten Schulz und Juncker – den Briten am liebsten gleich die Schlüssel für die Büros in Brüssel und Straßburg abnehmen würden, weil sie ihre Beleidigtheit nach dem Brexit-Volksentscheid nicht verhehlen können, versuchen andere, das Votum der britischen Bürger vom Tisch zu wischen.

36 Jahre im EU-Parlament: Brok hat Demokratie verlernt

Besonders schäbig verhält sich dabei der CDU-Politiker Elmar Brok. Der kaum über Brüsseler Zirkel hinaus bekannte Deutsche sitzt seit 36 Jahren(!) und damit mehr als die Hälfte seines Lebens im EU-Parlament. Er weiß damit aus langjähriger Erfahrung, dass Politik nach seinem und der Eliten Geschmack umso besser funktioniert, je weniger man das Volk dabei einbezieht. Der Passauer Neuen Presse teilt Brok – neben dem üblichen Rundumschlag gegen die Brexit-Befürworter Farage und Johnson – mit, dass es sich nur „um ein beratendes Referendum gehandelt“ habe. Die britische Regierung hat seiner Meinung nach weiterhin alle Optionen: „Entweder sie will den Status eines EU-Mitglieds beibehalten oder sie stellt einen Antrag auf Austritt.“

Vilimsky gegen „Groll- und Rachegelüste“

Gegen derart ignorante Interpretationen des Volkswillens, aber auch gegen die derzeit umgehenden „Groll- und Rachegelüste“ äußerte sich heute FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky im Straßburger EU-Parlament: „Die Briten sind Teil der europäischen Völkerfamilie, die Briten werden es bleiben.“ Zudem warnte Vilimsky eindringlich davor, „wie es Schulz macht, nach einer europäischen Zentralregierung zu rufen, oder, wie es Juncker macht, TTIP und CETA vorbei an den Parlamenten“ zu beschließen.

Auch Schelling hält Briten für schlechte Demokraten

Doch nicht nur in Brüssel wird versucht, das Brexit-Referendum vom Tisch zu wischen. In die Reihe derer, die den demokratischen Volksentscheid keinerlei Bedeutung beimessen, stellte sich gestern auch Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling. „Großbritannien wird auch in Zukunft Mitglied bleiben“ und „Auch in fünf Jahren werden es noch 28 Mitgliedstaaten sein“, sagte Schelling dem Handelsblatt und spekuliert darauf, dass die Briten selbst auf die Demokratie in ihrem Land nicht mehr halten als Leute vom Schlage eines Elmar Brok.

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