Feiernde dänische Jugendliche sind Zielscheibe hasserfüllter Migranten

Foto: Bild: Global Jet / flickr (CC BY 2.0)
Feiernde Schüler und Studenten werden in Dänemark von Migranten gezielt angegriffen

In Dänemark gehört es zur Tradition, dass Ende Juni Schüler und Studenten auf offenen Bussen und Lkw auf der sogenannten "vogntur" durch die Straßen fahren, und so gemeinsam ihren Schul- oder Studienabschluss feiern. Damit machen sie sich allerdings neuerdings zum Zielobjekt hasserfüllter Migranten.

Schüler im Steinehagel

Als unser Bus an einer roten Ampel halten musste, wurden wir plötzlich von fünf Jugendlichen mit Steinen beworfen, weiß eine geschockte Schülerin nyheder.tv2 zu berichten. Ein Stein habe sie am Kopf getroffen, und sie habe immer noch Kopfschmerzen. Andere Mitschüler wurden von Eiern getroffen. Mit Eiern beworfen zu werden, sei zwar ekelhaft, aber Steinwürfe "können verdammt gefährlich werden", stellt das Mädchen fest. Sie hätten alle schwer verletzt werden können.

Der Wagen einer anderen Klasse wurde mit Eiern und Wasserbeuteln beworfen sowie mit Speiseöl begossen. Mohamed El Ar Bagi scheint daran nichts Besonderes zu finden. Die Attacken seien in der Gegend bereits Tradition, weiß der Einwanderer-Spross mitzuteilen. Die angegriffenen Schüler wissen allerdings nichts von einer solchen angeblichen „Tradition“. Umso schockierter seien sie gewesen.

Migranten blockieren die Straße

Auch andernorts in Kopenhagen wurden Studenten attackiert. In diesem Fall wurde die Straße mit dem Auto eines Komplicen und mit Mistkübeln blockiert. Dann stürmte der Mob auf den Festwagen zu und bewarf die Studenten mit Eiern. Ein anonym bleiben wollender Anrainer hat die Szene gefilmt. Weniger glimpflich davon kamen zwei Mädchen, deren Festwagen ebenfalls in Kopenhagen angegriffen wurde. Sie bekamen von den Aggressoren eine säurehaltige Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt und mussten in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt werden.

Die Polizei bestätigt den Vorfall. Man habe eine Polizeistreife zu den Studenten geschickt, habe aber keinen der Angreifer ausfindig machen und festnehmen können.

Situation jedes Jahr schlimmer

Dem Fernsehsender TV2 erzählt ein Busfahrer, dass es in der Kopenhagener Stadtregion Bereiche gebe, wo man besonders wachsam sein müsse. Die Studenten könnten dort in unangenehme Situationen kommen. Im Lauf der letzten zehn Jahre sei es immer schlimmer geworden. Man müsse immer vorsichtiger werden.

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