Asyltouristen-Familie Nuri ist wohlbehalten von ihrem Deutschlandurlaub zurückgekehrt.

Bild: Lasse Fuss / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Afghanischer Asylwerber hatte Heimweh und bekam für Rückkehr auch noch Geld

Afghanen gehören zu den größten Gruppen unter den Asylwerbern. Wie sehr verfolgt und in ihrem Leben bedroht sie in ihrer Heimat wirklich sind, lässt sich an ihrem Landsmann Farhad Nuri erkennen.

Afghanenfamilie „flüchtet“ nach Deutschland

Letzten Sommer war der Afghane samt Ehefrau und fünf Kindern in Deutschland angekommen. Dort wurde die „Flüchtlingsfamilie“ in einer Dresdner Asylantenunterkunft untergebracht. Ein Flüchtlingsschicksal wie jenes vieler seiner Landsleute, die gerade noch ihr nacktes Leben retten und mit letzter Kraft das nächst gelegene sichere Land, Deutschland, erreichen konnten. Glücklich hat man Krieg und/oder politische Verfolgung hinter sich gelassen.

Farhad hat Heimweh

„Zu Hause ist es ja doch am Schönsten“, denken sich viele von uns, wenn wir von einer Urlaubsreise wieder in unseren eigenen vier Wänden angekommen sind. Gleiches schien nach acht Monaten in Deutschland auch für Asyltourist Farhad Nuri zu gelten. Er hatte Sehsucht nach seinen Vögeln, beschreibt er der Bild Zeitung seine Motivation, wieder nach Kabul zurückzukehren. Dort hat er mittlerweile auch wieder seinen Vogelhändlerladen übernommen, den er vor seiner „Flucht“ in die Obhut von Verwandten gegeben hatte. In Afghanistan muss sich auch die Sicherheitssituation schlagartig gebessert haben, denn plötzlich scheint sein Leben und das seiner Familie nicht mehr bedroht zu sein.

„Dresden ist eine schöne Stadt“, sagt er dem Zeitungsreporter. „Dort gibt es nette Menschen. Aber zu wenig Vögel.“ Jetzt ist er ja wieder zurück bei seinen Vögeln und reichlich Urlaubsgeld vom deutschen Steuerzahler – nämlich 3.500 Euro "Rückkehrhilfe" – hat er auch noch bekommen.

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