Aufschrei gegen FPÖ, Lob für SPÖ: Abschiebung in Herkules-Maschinen ab nächster Woche

In den Transportflugzeugen des Bundesheeres sollten nun abgelehnte Asylwerber ausgeflogen werden. Foto: Airwolfhound / flickr (CC BY-SA 2.0)
In den Transportflugzeugen des Bundesheeres sollten nun abgelehnte Asylwerber ausgeflogen werden.
Foto: Airwolfhound / flickr (CC BY-SA 2.0)
15. Juli 2016 - 11:54

Illegale Einwanderer und Wirtschaftsflüchtlinge sollen nun mit Herkules-Maschinen abgeschoben werden. Vergangenes Jahr um diese Zeit sorgte die realistische Einschätzung der FPÖ-Nationalratsabgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein diesbezüglich für einen mittelgroßen Skandal in der hiesigen Medienlandschaft. Sie forderte genau jene Vorgangsweise, welche nun Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) durchsetzen will. Bereits in den nächsten Wochen sollen abgelehnte Asylanten mit den Heerestransportmaschinen ausgeflogen werden.

Abschiebungen schon nächste Woche

Einen riesigen Aufschrei gab es, als die FPÖ vergangenes Jahr die rasche Abschiebung von illegalen Einwanderern forderte. "Da können sie so laut schreien, wie sie wollen“, argumentierte Belakowitsch-Jenewein für den Einsatz der Herkules-Maschinen - im Wissen um zahlreiche wegen heftiger Gegenwehr abgebrochene Abschiebeversuche in Lineienflugzeugen.. Auch Angehörige des Bundesheeres würden in jenen Flugzeugen transportiert und dies stelle keinerlei Probleme da.

Nun springt ausgerechnet der rote Verteidigungsminister Doskozil auf diesen Zug auf und beginnt schon nächste Woche damit, 14 Personen nach Bulgarien auszufliegen: "Österreich ist gefordert, Rückführungen durchzusetzen, alles andere wäre ein fatales Signal". Insgesamt seien allerdings 50 Personen an Bord der C130-Maschine. Neben den 14 Flüchtlingen sind knapp viermal so viele Betreuungspersonen wie Ärzte, Sanitäter, Beamte oder Dolmetscher an Bord.

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