Die Herren Schmidt, Müller und Mayer auf Ferienaufenthalt in Mekka.

Foto: Bild: Wikimedia / Bluemangoa2z at ml.wikipedia / CC-BY-SA-2.5
Schmidt, Müller, Mayer – Migranten in Deutschland sollen deutsche Familiennamen tragen dürfen

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und nunmehrige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Ruprecht Polenz, lässt mit einem sehr eigentümlichen Vorschlag aufhorchen. Er fordert, dass Migranten ein Recht auf einen deutschen Namen haben sollen.

Er möchte also, dass sich etwa ein Herr Mohammed Abdel-Islam Mohammed Schmidt nennen kann, wenn er Lust dazu hat, wenn er sich endlich als „Deutscher“ fühlt oder wenn es eventuell günstiger wäre, Schmidt zu heißen, falls man in den unbegründeten Verdacht geriete, Macheloikes angestellt zu haben. (Übrigens täten sich dann auch die Zeitungen leichter, weil sie nicht mehr namenskreativ Täternamen erfinden müssten, weil die Vergewaltiger dann sowieso Schmidt, Müller oder Mayer heißen.)

Ausländischer Name soll zu Diskriminierung führen

Als Argument führt Polenz an, dass ein ausländisch klingender Name eventuell zu Benachteiligungen oder sogar zu Diskriminierungen im Alltag führen könnte. Seiner Meinung nach würde das Tragen eines deutschen Namens ein Beleg dafür sein, sich als Deutscher zu fühlen. (Auch wenn man möglicherweise mit dem Schweinebraten oder dem Eisbein so seine Schwierigkeiten hat.)

In eine ähnliche Kerbe schlägt der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofs in Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, der bereits im vergangenen Jahr Verwaltungsinstitutionen und Gerichte aufforderte, Namensänderungen zuzulassen „wenn fremd klingende Namen eine Integration in das wirtschaftliche und soziale Leben hierzulande erschweren.“

Beibehaltung des Namens garantiert sicherheitspolitische Identifizierung

Allerdings sehen das die deutschen Verwaltungsgerichte derzeit noch etwas anders. Denn diese bestehen auf dem Grundsatz der „Namenskontinuität“, weil durchaus ein öffentliches Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens besteht, um soziale Orientierung und in besonderem Maße sicherheitspolitische Identifizierung zu ermöglichen.

Arabische Namen im Kommen

Also sollte auch Herr Mohammed Abdel-Islam nicht traurig darüber sein, dass man ihm vorläufig den Nachnamen Schmidt verweigert, denn er kann sich ganz leicht damit trösten, dass arabische Nachnamen in den nächsten Jahren in Deutschland absolut im Kommen sind.

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