Hinz & Faymann – mit der Matura auf Kriegsfuß.

Bild: Foto-AG Gymnasium Melle / Wikimedia (CC BY-SA) 4.0 + Steindy / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Gefälschter Lebenslauf bei SPD-Politikerin: Weil´s aufgeflogen ist, wird wehleidig herumgestammelt

Dass es manche Politiker mit der Wahrheit nicht hundertprozentig ernst nehmen, ist keine Neuigkeit. Weist doch etwa auch der Lebenslauf eines ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers erhebliche Lücken auf, weil durch einen tragischen Aktenvernichtungsvorfall alle Unterlagen betreffs seiner Matura verloren gegangen sein sollen.

Nun aber hat´s eine Gesinnungsfreundin Faymanns in unserem Nachbarland Deutschland erwischt, die sich bislang als Juristin mit zwei Staatsexamen ausgegeben hat.

Weder Matura noch Studium

Nun ist aufgeflogen, dass die Bundestagsabgeordnete Petra Hinz (SPD) nichteinmal zur Matura angetreten ist und auch mit dem Jus-Studium geflunkert hat. Dass beide gefälschten Qualifikationen auf der offiziellen Internetseite des deutschen Parlaments jahrelang in ihrer Biographie (derzeit noch online) standen, kommentiert ein Schreiben ihrer Anwälte so:

In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit.

Lügnerin ist bestürzt

Außerdem, so lautet das Schreiben weiter, sei die SPD-Politikerin „sehr bestürzt, nicht die Courage aufgebracht zu haben, für ihr Fehlverhalten geradezustehen“ und:

Sie bittet ihre Wegbegleiter, ihre Mitarbeiter, ihre Freunde und Familie, all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung.

Keine Zeit

Weiters erwähnen die Anwälte, dass Frau Hinz sogar den Versuch unternommen habe, die Matura auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen um „so zumindest einen Teil ihrer biografischen Falschangaben zu heilen“. Leider fehlte ihr aber als Politikerin (damals noch in der Stadt Essen) die Zeit dazu und sie musste dieses ehrbare Ansinnen nach ca. einem Jahr wieder aufgeben.

Ebenso betonen die Anwälte, dass Frau Hinz nie juristisch tätig gewesen sein soll, also nicht gekurpfuscht hätte und ihr politisches Engagement stets von Aufrichtigkeit (?) und Integrität (?) geprägt gewesen sei.

Konsequenz für Schwindeleien

Freilich beklagt die arme Frau nun wehleidig die „verleumderische Diffamierung“ ihrer Person.

Dass sie nun doch den Hut (Mittwoch 20. Juli 2016) nimmt und ihr kleines Abgeordnetenmandat zurücklegt, zeigt wenigstens von einem letzten Rest Couragiertheit. (Obwohl sie mit Sicherheit nicht irgendwo darben und den Rest des Lebens von Hartz IV leben muss.) Im Nachbarland Österreich freilich konnte ein Kanzler, dessen Maturazeugnis ebenfalls nicht auffindbar ist, acht Jahre regieren und musste gerade wegen dieser lächerlichen Tatsache keineswegs zurücktreten.

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