Nur 11 von 14 Personen mit Hercules abgeschoben

Die Lockheed C-130 Hercules, eine der weltweit beliebtesten Transportmaschinen. Foto: Wikimedia / de:Benutzer:UglyKidJoe / CC BY-SA 3.0
Die Lockheed C-130 Hercules, eine der weltweit beliebtesten Transportmaschinen.
Foto: Wikimedia / de:Benutzer:UglyKidJoe / CC BY-SA 3.0
21. Juli 2016 - 13:00

14 Illegale sollten mit einer Hercules-Maschine nach Bulgarien abgeschoben werden. Drei Personen (zwei Afghanen und ein Iraker) zogen es allerdings vor, nicht den Flug in Anspruch zu nehmen, und tauchten unter.

Kommentar von Unzensurix

Jetzt kann man der Regierung zugutehalten, dass sie sich über klassische Bedenken der Grünen punkto Menschenrechtsverletzungen, die eine Hercules-Flugreise darstellen soll, hinweggesetzt und mit einer relativ kostengünstigen Variante der Abschiebungen begonnen hat.

Allerdings muss man sich doch fragen. Was werden nun jene Gestalten, die sich der Zwangsausreise nach Bulgarien entzogen haben, in Österreich treiben. Dass sie nicht mehr in die Grundversorgung von Asylwerbern fallen können, ist klar. Und dass sie ein Dach über dem Kopf und etwas zwischen die Rippen benötigen, ebenso.

Legales Leben unmöglich

Der Schelm, der Böses, also nichts Grünes denkt, muss daher annehmen, dass diese illegal verbliebenen Personen, nicht anders können, als sich mit illegalen Tätigkeiten in Österreich über Wasser zu halten. Was diese sein könnten, kann sich Unzensurix auch nur in der Phantasie ausmalen, weil er wie die meisten österreichischen Staatsbürger nur einen Lebensweg vorweisen kann, der mit dem Gesetz völlig kompatibel ist.

Allerdings muss man schwer davon ausgehen, dass die Überlebensstrategie, jedenfalls dieser drei hier verbliebenen Personen, in der österreichischen Kriminalstatistik Erwähnung finden wird. Und wenn der Zufall es will, dass sie aus unvorsichtigen Umständen dem Gesetzgeber doch in die Hände fallen, dann freilich werden sie wohl vorläufig nicht in die nächste Hercules-Maschine gesetzt, sondern könnten vom Staat Österreich sogar für einige Zeit Kost und Logis erhalten.

Ins Traumland Österreich zurück?

Ob die elf bereits in Bulgarien gelandeten Personen dort einen Asylantrag stellen werden, ist hierauf eine ganz andere Frage. Eher steht die Befürchtung im Raum, dass das schöne Bulgarien nicht unbedingt als Traumland für Wirtschaftsmigranten gilt und die bereits im Reisen geschulten Personen so etwas wie Heimweh nach Österreich bekommen und sich nochmals auf den Weg dorthin machen könnten.

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